Mit Emojis ins Online-Banking

Die Briten haben eine App entwickelt, mit der Emojis statt Passwörter zum Einloggen ins E-Banking verwendet werden können.

von Simon Gröflin 17.06.2015

1234 ist alle Jahre wieder ein Passwort, das weltweit sehr viele Leute in Gebrauch haben. Die britische Sicherheitsfirma Intelligent Environments hat laut «BBC» sein erstes «emoji-only»-Passwortsystem fürs E-Banking entwickelt. Die Idee dahinter ist simpel: Durch weniger Zeichen wie Lächeln, Grinsen, Kackhaufen und Halbmond müssen sich Menschen, die oft in Bildern denken, nur noch kleinere Passwörter merken.

Das visuelle Gedächtnis des Menschen

«Der Grund, wieso man Passwörter vergisst, liegt darin begründet, dass das Hirn nicht digital oder verbal arbeitet, sondern visuell - mit Bildern», sagt Tony Buzan, der Erfinder des Projekts, gegenüber «The Guardian». Mit den über 44 zur Wahl stehenden Emojis sind auch mehr Permutationen möglich: nämlich bis zu 3'498'308. Das sind rund 480 mal mehr als bei einer leicht zu knackenden Zahl wie etwa dem Geburtsdatum. Angeblich verhandelt das Unternehmen schon mit vielen Banken in England, damit das Projekt schon in 12 Monaten umgesetzt ist. 

Bleibt die Frage, ob das visuelle Gedächtnis des Menschen auch für viele ähnliche Emojis aufnahmefähig ist, sollten sich später noch mehr Symbole dazugesellen. Dass unsere angelsächsischen Kollegen sich schon länger von umständlicheren Sicherheitslösungen wie kleinen «Taschenrechnerchen» verabschiedet haben und eher App-Tokens als zweite Authentifizierungsstufe bevorzugen, ist uns allgemein bekannt. Das hat uns auch Crealogix einmal im Rahmen eines Hintergrundgesprächs erzählt. Somit ist nicht auszuschliessen, dass die Idee sich durchsetzen könnte. 

Tags: E-Banking

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