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Twint und WeChat in der Schweiz vereint

Neu können chinesische Touristen in der Schweiz so bezahlen, wie sie es von zu Hause gewohnt sind. Worldline führt die europaweit erste Mobile-Payment-Lösung ein, die nebst Twint auch Alipay und WeChat Pay unterstützt.

von Fabian Vogt 08.11.2019

Mobile Payment wird bald aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken sein. Am Bahnhof, beim Kiosk, im Coop, ja sogar in der Berghütte kann heut­zutage mit dem Smartphone bezahlt werden. Die Schweiz ist dafür gut aufgestellt: Kaum ein Land weist eine derart hohe Verbreitung von Kassen auf, an denen mobiles Bezahlen möglich ist. Die vergleichsweise frühe Akzeptanz von Diensten wie Apple Pay und Samsung Pay hat zudem zu einem deutlichen Anstieg der kontaktlosen Zahlungen beigetragen. Nicht zuletzt hat die Einführung der Schweizer Lösung Twint für eine grössere Verbreitung gesorgt.

Die Kassenterminals generieren neu nur noch einen QR-Code für Twint, Alipay oder WeChat Pay Die Kassenterminals generieren neu nur noch einen QR-Code für Twint, Alipay oder WeChat Pay Zoom© Worldline

Seit 2016 ist Twint auf dem Markt und hat schnell eine hohe Akzeptanz gewonnen. Dabei gingen die Entwickler geschickt vor, um B2C- und B2B-Kunden zu gewinnen: Twint wurde als P2P-Lösung lanciert, erst dann kamen die Bezahlterminals dazu. So waren die Konsumenten bereits vom Produkt überzeugt, bevor sie damit an den Kassen zahlen konnten, und die Händler hatten die gewünschte Nachfrage. Doch eine Aufgabe blieb: Was ist mit den Touristen, beispielsweise aus China? Diese sind an ihre eigenen Mobile-Payment-Möglichkeiten gewöhnt, in der Schweiz mussten sie bisher mit Bargeld oder Kreditkarte zahlen. Hier sah das Tourismusland Schweiz eine Chance, sich als Vorreiter zu positionieren.

Alipay und WeChat Pay für Touristen

SIX Payment Services, die Tochter von Worldline, hatte bereits im Vorjahr einen Vorstoss in Richtung Mobile Payment gemacht. Durch eine Kooperation mit Alipay konnten Händler, Gastronomie und Hotels den Kunden das Bezahlen mit dem populären chinesischen Dienst an bestehenden Terminals anbieten. Neu geht Worldline noch einen Schritt weiter und integriert als erster europäischer Anbieter der uniformen QR-Code-Lösung auch WeChat Pay. «Die Händler möchten ihren Kunden eine maximale Benutzerfreundlichkeit anbieten. Wir unterstützen sie dabei. Mit der Integration von Alipay und WeChat Pay können chinesische Kunden in der Schweiz wie zu Hause einkaufen», sagt Marc Schluep, CEO von Worldline in der Schweiz. Nach geglückten Pilotprojekten mit Händlern wird WeChat Pay derzeit an den POS-Terminals in der Schweiz ausgerollt.

WeChat als chinesisches Pendant zu WhatsApp hat über eine Milliarde aktive Nutzer. Allerdings ist WeChat kein reines Kommunikations-Tool, sondern kann unter anderem auch zum Bezahlen gebraucht werden. Der integrierte Dienst WeChat Pay zählt 800 Millionen aktive Nutzer. Ein riesiger Markt, der für die Schweizer Händler sehr inte­ressant ist: 2018 generierten chinesische Touristen einen Umsatz von über 656 Millionen Franken in der Schweiz. Und es wird immer mehr. Bis 2020 werden die Logiernächte hierzulande um 13,5 Prozent steigen, zeigen Prognosen. Aber auch bei Chinesen gilt die Macht der Gewohnheit: In einer Umfrage gaben unglaubliche 91 Prozent an, dass ihre Kauflust im Ausland durch die Akzeptanz der chinesischen Mobile-Payment-Marken steigen würde.

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    Kommentare

    • Rosenauer 09.11.2019, 11.41 Uhr

      Wie ist es aber in umgekehrter Richtung? Wie können die Schweizer mit Twint im Ausland bezahlen? So wie ich das sehe, braucht es ein extra Terminal an jeder Kasse. Ich glaube nicht, dass die ganze Welt ein solches Terminal installieren wird. Sollte es im Ausland ohne dieses Terminal gehen, sei die Frage erlaubt, warum geht es in der Schweiz nicht ohne dieses Twint-Terminal?

    • sirion 10.11.2019, 11.02 Uhr

      Wie ist es aber in umgekehrter Richtung? Wie können die Schweizer mit Twint im Ausland bezahlen? Das ist ein interessanter Aspekt, aber ich glaube, zum heutigen Zeitpunkt lohnt sich der Aufwand, Twint im Ausland zu implementieren, nicht, angesichts der Tatsache dass es eine reine Schweizer Lösung ist und im Vergleich zum globalen Zahlungsverkehr gerade mal eine Handvoll Leute dies nutzen würden. So wie ich das sehe, braucht es ein extra Terminal an jeder Kasse. Ich glaube nicht, dass die[...]

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