Linux Mint 19.2 geht an den Start

Die neue Linux-Mint-Version mit dem Codenamen Tina soll dank des Updates performanter arbeiten; zudem wurden viele Verbesserungen am Update Manager vorgenommen.

von Stefan Bordel 02.08.2019

Nach einer kurzen öffentlichen Beta-Phase ist Linux Mint 19.2 mit dem Beinamen Tina nun auch als finales Release verfügbar. Im Rahmen der Aktualisierung haben die Entwickler der Linux-Distribution unter anderem die Leistung des hauseigenen Cinnamon-Desktop optimiert und Anpassungen am Update Manager vorgenommen.

Häufig genutzte Ordner und Dokumente lassen sich jetzt oben in der Übersicht anpinnen Häufig genutzte Ordner und Dokumente lassen sich jetzt oben in der Übersicht anpinnen Zoom So soll die auf Version 4.2 aktualisierte Desktop-Umgebung Cinnamon nun noch weniger Systemressourcen erfordern, was wiederum mehr Arbeitsspeicher für den Einsatz von Programmen und Tools freiräumt. Änderungen am Muffin-Fenstermanager versprechen in Linux Mint zudem eine geschmeidigere Bedienung mit kürzeren Latenzen.

Zu den weiteren Änderungen in der Desktop-Umgebung zählen Zusatzinformationen für die Menü-Icons. Wer etwa zwei Text-Editor-Programme installiert hat, erhält nun in Klammern Details zum Paketnamen oder zur Art der Anwendung (Repository oder Flatpak). Individuell anpassen lassen sich in Linux Mint 19.2 nun auch Scrollbalken in Programmfenstern. So kann jetzt etwa die Breite der Bedienelemente selbst definiert werden.

Verbesserungen gibt es auch im Datei-Manager Nemo. Dort ist es dank des Updates möglich, oft benötigte Ordner und Dokumente – unabhängig von der alphabetischen Reihenfolge – auf die obersten Positionen in der Übersicht zu pinnen.

Verbesserter Datei-Manager

Der überarbeitete Update Manager informiert in der neuen Version auch darüber, wie lange die eingesetzten Linux-Kernel noch unterstützt werden. Daneben ist es möglich, mehrere Kernel zur Installation oder Deinstallation auszuwählen. Die Änderungen werden dann über eine Warteschleife nacheinander vorgenommen. Die neue Schaltfläche «Kernel entfernen» soll es indessen vereinfachen, das System von Altlasten zu befreien. Alte Linux-Kernel können ausserdem auf Wunsch automatisch vom System entfernt werden. Neu im Update Manager ist darüber hinaus die Blacklist-Funktion, über die sich einzelne Programme von der Aktualisierung ausschliessen lassen. Dieses Feature bietet sich etwa an, wenn das System sich automatisch aktualisiert, aber kritische Programme weiterhin manuell verwaltet werden sollen. Neu mit an Bord ist in Linux Mint darüber hinaus das System-Tool «Boot-Repair», das zur Behebung von Problemen beim Systemstart dienen soll.

Wie alle Versionen der 19er-Reihe basiert Linux Mint 19.2 auf Ubuntu 18.04 LTS und nutzt standardmässig den Linux-Kernel in Version 4.15. Neben der Variante mit Cinnamon-Desktop sind auch Versionen mit Xfce und Mate als Bedienumgebung verfügbar. Das Betriebssystem wird bis 2023 mit Sicherheits-Updates versorgt.


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