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Serafes Adress-Puff wird noch andauern

Billag-Nachfolger Serafe wird auch im Sommer falsche Rechnungen verschicken. Die Adresskorrekturen dauern zu lange.

von Florian Bodoky 30.04.2019

Im Januar 2019 übernahm die zürcherische Serafe AG das Inkassomanagement der Konzessionsgebühren von der fribourgischen Billag. Gleich zu Beginn gab es ein Durcheinander: Serafe nutzte offenbar veraltete Einwohnerlisten und verschickte Rechnungen an falsche Adressen oder wies Nachbarn derselben Wohnung zu. Nachdem sich die Beschwerden häuften, wies die Firma die Kunden an, sich bei der Gemeinde zu melden – zu Unrecht, wie das Bundesamt für Kommunikation entschied. Serafe sei dafür selbst zuständig.

Die Zahl der Reklamationen nahm jedoch überhand, an die 70'000 falsche Rechnungen wurden verschickt. Trotz Aufstockung kommt Serafe auf keinen grünen Zweig – auch, weil sie gewisse Angaben nicht selber korrigieren darf, sondern an die Einwohnerdienste weiterleiten muss.

Blick hat nun ausgerechnet, dass sich das Hin und Her noch bis im Sommer hinziehen wird und daher anzunehmen ist, dass der nächste Schub Rechnungen (im Juni) die gleichen Fehler enthalten werden, selbst wenn diese bereits gemeldet sind. Ob sich dann die Beschwerden verdoppeln? Zu hoffen ist es nicht, denn ohne eine zeitraubende Prüfung wird sich nicht feststellen lassen, ob die Beschwerde neu ist oder nicht – was wiederum Zeit kosten würde.


    Kommentare

    • gucky62 01.05.2019, 00.04 Uhr

      Wobei man sich effektiv fragen muss, ob die Gemeinden Ihre Register selbst nich tim Griff haben, oder was die Ursache für die fehlerhaften Adressdaten ist. Die Aussage, das die Firma zu alte Adressdaten udn Angaben hat ist für mich nicht nachvollziehbar, da dann auch solche von den Gemeinden geliefert wurden. Und ehrlich ich traue vielen Gemeinden zu, dass Ihre Register nicht sauber sind. Nur die Firma als Sündenbock hinzustellen ist da ziemlich falsch. Wenn man Schrottdaten erhält, kann nur Sc[...]

    • jenny.di 01.05.2019, 11.33 Uhr

      Serafe verspricht Zahlungsmöglichkeit per eBill. Nach dem Anmelden bei eBill kommt von Serafe eine Bestätigung. Beim Aufrufen von eBill steht unter serafe "Anmeldung beantragt". Am nächsten Tag ist dann serafe wieder verschwunden. Bezahlung mit eBill nicht möglich. Entsprechende Anfragen werden zwar als eingegangen bestätigt. Antwort bekommt man aber nie.

    • gucky62 01.05.2019, 21.17 Uhr

      Hmmm, komisch. Ich konnte problemlos darauf umstellen. Bei der Postfinance online entsprechend beantragt und die nächste Rechnung kam darüber. Eventuell zuerst einmal die Bank fragen. Gruss Daniel

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