Fuji X-T1: grosses Potenzial in kleiner Form

Fujifilm hat mit der X-T1 ein weiteres Modell der X-Serie vorgestellt. Die spiegellose Systemkamera (DSLM) erinnert an Sonys a7 und will besonders mit dem Sucher punkten.

von Luca Diggelmann 28.01.2014

Mit der X-T1 hat Fujifilm eine weitere DSLM der Oberklasse angekündigt. Die X-T1 will besonders mit ihrem Sucher punkten. Der OLED-Sucher mit seiner starken Auflösung von 2,36 Millionen Pixeln ist auch für den Höcker auf der Oberseite der Kamera verantwortlich. Mit diesem erinnert die X-T1 an andere Retro-Modelle wie Sonys a7, die Olympus-OM-Serie, oder die Nikon Df. Die Suchervergrösserung von 0,77 ist die grösste unter sämtlichen Digitalkameras. Zudem soll die Verzögerung im Sucher lediglich 0,005 Sekunden betragen.

Die X-T1 hat den gewohnten Retro-Look, dafür mit neuem Höcker Die X-T1 hat den gewohnten Retro-Look, dafür mit neuem Höcker Zoom

Im Inneren der X-T1 arbeitet derselbe X-Trans-Sensor mit 16 Megapixeln im APS-C-Format, der bereits in anderen Fuji-X-Modellen verbaut wurde. Tempo scheint bei Fuji neuerdings grossgeschrieben zu werden. Die Japaner scheinen aus der Kritik vergangener Modelle gelernt zu haben. Die Aufstartzeit der X-T1 soll rund eine halbe Sekunde betragen. Der Phasen-Autofokus soll in nur 0,08 Sekunden sein Ziel erfasst haben. In einer Bildfolge schafft die X-T1 8 Bilder pro Sekunde mit kontinuierlichem Autofokus. Unterstützend dazu ist die neue Fuji mit SDXC-UHS-II-Karten kompatibel, die doppelt so schnell schreiben wie bisherige SD-Karten.

Wasserdicht und preislich interessant

Die X-T1 ist die erste Fujifilm-DSLM mit Wetterversiegelung. Damit ist die X-T1 gegen Staub, Spritzwasser und Frost bis -14° C geschützt. Passend dazu bringt Fujifilm im Verlauf des Jahres drei neue Objektive, die ebenfalls versiegelt sind. Ein 18–135 mm f/3,5–5,6 wird zur Allzwecklösung, die etwas spezielleren 16–50 mm f/2,8 und 50–140 mm f/2,8 bieten dafür mehr Qualität.

Physische Regler sind Fuji weiterhin wichtig Physische Regler sind Fuji weiterhin wichtig Zoom

Beim Preis werden sich die Geister an der X-T1 scheiden. Für eine DSLM sind 1300 Franken (ohne Objektiv) einiges. Jedoch hat die X-T1, zumindest in der Theorie, das Zeug zu einem vollwertigen DSLR-Ersatz. In diesem Fall ist der Preis sehr kompetitiv. Mit dem Kit-Objektiv 18–55 mm f/2,8–4 (nicht wasserdicht) kostet die X-T1 bereits 1700 Franken. Womöglich ist hier die Body-only-Variante mit einem neuen Objektiv die bessere Wahl. Darauf müsste man jedoch ein wenig länger warten. Die versiegelten Objektive erscheinen erst im Verlauf des Jahres. Die Kamera selbst wird ab Mitte Februar erhältlich sein.


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