Nikon zeigt neue Kompaktkameras

Nikon will dem Trend der Smartphone-Fotografie Gegensteuer geben und präsentiert an der IFA zwei neue Kompaktkameras. Beide für ganz bestimmte Ansprüche.

von Luca Diggelmann 05.09.2013
Die S02 ist klein, leicht und günstig Die S02 ist klein, leicht und günstig Zoom Nikon hat zwei neue Kompaktkameras der Coolpix-Reihe vorgestellt. Die S02, eine kleine Kamera für Gelegenheitsnutzer, und die P7800, eine Premium-Kompaktkamera, am anderen Ende des Spektrums. Die beiden Kameras sind eine logische Reaktion auf das vermehrte Aufkommen der Smartphone-Fotografie. Während die S02 mit seiner kleinen Grösse auftrumpft, bietet die P7800 erweiterte Funktionen für anspruchsvolle Nutzer.

S02 - klein als Verkaufsargument

Die S02 ist der Nachfolger der S01 und eine der kleinsten Kompaktkameras der Welt. Das grösste Upgrade zum Vorgängermodell ist bei der S02 der Sensor. Statt dem 10-Megapixel-CCD-Sensor der S01, wird in der S02 ein 13-Megapixel-CMOS-Sensor verbaut. Trotz der kleinen Grösse dürfte die S02 den Smartphones überlegen sein. Mit 3-fach optischem Zoom (30 bis 90 mm) und einem eingebauten Xenon-Blitz schiebt sich die Kamera an der Mehrheit der Handys vorbei. Neben fotografieren kann das Nikon-Fliegengewicht Full-HD-Video mit 30 fps aufnehmen und verfügt über ein 2,7-Zoll-Touch-Display. Die Kamera wiegt gerade mal 100 Gramm und misst 7,8 x 5,3 x 1,7 cm.

Die Coolpix S02 erscheint Mitte September und wird rund 200 Franken kosten.

P7800 - die Spitze der Coolpix-Reihe

Die P7800 bietet nicht viel Neues gegenüber dem Vorgängermodell Die P7800 bietet nicht viel Neues gegenüber dem Vorgängermodell Zoom

Am anderen Ende der Coolpix-Produktpalette zeigt Nikon die P7800. Das Premium-Modell für anspruchsvolle Nutzer bildet die Spitze des Coolpix-Line-ups. Im Vergleich zu der P7700 ist die Verbesserung jedoch nur inkrementell. Der grösste Unterschied liegt im neu hinzugefügten elektronischen Sucher. Ansonsten ist in der P7800 ist ein 1/1,7-Zoll-CMOS-Sensor mit 12,2 Megapixeln verbaut. Dazu kommt eine 28–200-mm-f/2-4-Linse und ein 921'000-Punkte-LCD-Display, ähnlich wie bei der Nikon D7100. Zwar schafft die P7800 8 Bilder pro Sekunde, kann aber nur 6 davon (im JPEG-Format) im Buffer aufnehmen. Gefilmt werden kann in 1080p mit 30 fps. Die ISO-Reichweite beträgt 80–3200. WLAN ist nicht eingebaut, sondern muss bei Bedarf über einen Adapter nachgerüstet werden. Für externe Blitze und andere Add-Ons ist ein Hotshoe präsent.

Besonders interessant für fortgeschrittene Nutzer sind die PASM-Modi, die voll verfügbar sind, sowie die Unterstützung des Raw-Formats. Angesichts des kleinen Buffers könnten Raw-Nutzer allerdings ein wenig Tempo rausnehmen müssen. Für weniger ambitionierte Fotografen gibt es ein dediziertes Wählrad für die Belichtungskorrektur. Bis zu 3 Stopps können korrigiert werden.

Erscheinungszeitraum für die P7800 ist Ende September. Die Kamera soll rund 800 Franken kosten.


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