Tipps & Tricks 14.07.2000, 14:45 Uhr

Ultra-DMA-66-Festplatte verweigert DMA-Einstellung

Ich habe in Windows 98 (First Edition) eine neue Festplatte installiert (Maxtor Diamond Max Plus 20Gb, Hardware-Nr.: 520409U4). Das Motherboard ist ein MSI 6140. Eigentlich hat alles geklappt, bis dass die Festplatte langsamer ist als die Alte! Ich habe das Problem, dass ich im Gerätemanager zwar das Häckchen «DMA» setzen kann, aber bei jedem Neustart ist es wieder verschwunden. Können Sie mir helfen?
Nicht nur die Festplatte und das Betriebsystem müssen Ultra-DMA-66 [1] [2]unterstützen, sondern auch der Controller-Chipsatz des Motherboards. Ist dies nicht der Fall, so werden Sie die volle Geschwindigkeit der neuen Harddisk nie ausschöpfen können. Sie haben insofern Pech, als auf Ihrem Motherboard ein Intel 440EX verbaut wurde und dieser höchstens Ultra-DMA-33 unterstützt [3] . Ihre Festplatte unterstützt tatsächlich Ultra-DMA-66 [4] , kann aber nur mit U-DMA-33 angesprochen werden. Trotzdem sollte es eigentlich nicht passieren, dass das Kästchen für die DMA-Einstellung sich immer wieder selbst deaktiviert, denn U-DMA-33 wird ja vom Motherboard immerhin unterstützt und Ultra-DMA-66-Harddisks sind voll abwärtskompatibel.
Nun könnte es daran liegen, dass Sie im BIOS noch eine Einstellung vornehmen müssen: Im Award BIOS heisst die gesuchte Option wahrscheinlich (dies kann aber durchaus von Hersteller zu Hersteller variieren) "IDE-Controller" und ist meist im "BIOS Features Setup" zu finden. Für die Ultra-DMA-Festplatte wählen Sie - falls möglich - "UDMA". Schauen Sie auch, dass Sie die neueste BIOS-Version für Ihr Motherboard haben. Sie finden das BIOS-Update ebenfalls auf der deutschen Web-Site von MSI. Was Sie beim BIOS-Flashing beachten müssen, steht in diesem KuKa-Artikel [5] . Unterstützt Ihre alte Festplatte kein DMA (also weder 33 noch 66) so dürfen Sie diese nicht ans gleiche Kabel anschliessen, sondern müssen sie an den zweiten IDE-Controller hängen. Dies darum, weil an einem IDE-Kabel die angeschlossenen Geräte stets das "schwächste" Glied der Kette berücksichtigen, sprich das kleinste gemeinsame Übertragungsprotokoll auswählen: und die schnelle Platte schaut wiederum in die Röhre, sie ist total "unterfordert". Falls Sie sich entschliessen, ein neues Motherboard zu kaufen, das Ultra-DMA-66 unterstützt, müssen Sie darauf achten, dass für die U-DMA-66-Fähigkeit ein spezielles Festplatten-Kabel nötig ist. Von aussen sieht es zwar aus wie ein gewöhnliches IDE-Kabel, doch ist es im "innern" 80-polig ausgelegt - statt den normalen 40-poligen IDE-Kabeln.



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