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Die Vermessung der Skitour

Ein EPFL-Spin-off hat zusammen mit einem Westschweizer Steigfellhersteller Sensoren entwickelt, die an den Skis von Tourengängern befestigt werden können und Touren- sowie Lawineninfos übermitteln.

von Jens Stark 04.02.2016

Gait Up, ein Spin-off der ETH Lausanne, hat zusammen mit Pomoca, einem Westschweizer Hersteller von Steigfellen, einen Sensor entwickelt, mit dem sich Skitouren vermessen lassen. Das Pomocup genannte Kästchen wird auf den Skis befestigt und misst sowohl Geschwindigkeit, Schrittfrequenz und -länge sowie Zahl der Spitzkehren als auch Hangneigung, Luft- und Schneetemperatur. Alle Werte lassen sich auf einem LED-Display direkt am Kästchen konsultieren.

Ursprünglich wurde Pomocup für Skitourenrennläufer entwickelt, die mit den Messdaten ihr Training optimieren können. Nach wie vor richtet sich das Gerät an diese Klientel. Mithilfe eines Klickstarter-Projekts soll es nun aber auch bei einem grösseren Anwenderkreis vermarktet werden, so bei Bergführern und gewöhnlichen Skitourengehern. Diese könnten mithilfe der Informationen nämlich auch die Lawinensituation genauer analysieren und entsprechend die Routenwahl anpassen.

Die von Pomocup erfassten Daten lassen sich schliesslich auf Smartphones, Tablets und PCs übermitteln und dort noch genauer auswerten oder mit Kollegen über soziale Medien teilen.

Das Kickstarter-Programm für Pomocup läuft noch bis Ende Februar. Ziel ist es, 50'000 Franken zu sammeln, um schlussendlich 350 Geräte herzustellen.


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