Lego-Figuren werden brutaler

Flammenwerfer, Masken und Star-Wars-Schwerter: Wissenschaftler analysierten die Spielzeugwelt des dänischen Herstellers.

von Simon Gröflin 24.05.2016

Die Spielzeugwelt des dänischen Herstellers Lego ist einer Studie zufolge brutaler geworden. Wissenschaftlicher der University of Canterbury im neuseeländischen Christchurch sind zum Schluss gekommen, dass Lego-Figuren heute deutlich aggressiver seien als noch in den 1970er-Jahren. Kein Wunder auch: Die Lego-Männchen müssen es öfters mit Schurken aus Batman, Spiderman aufnehmen oder sich in der Star-Wars-Serie gegen die dunkle Seite der Macht behaupten. Waren in den 1990er-Jahren vor allem noch Piraten und Ritter zum Waffenbesitz privilegiert, sei mittlerweile in 30 Prozent aller Lego-Sets eine Art von Waffe enthalten.

Werden Legos brutaler? In aktuellen Lego-Sets seien bis zu 30 Prozent an Waffen enthalten, so eine Studie Werden Legos brutaler? In aktuellen Lego-Sets seien bis zu 30 Prozent an Waffen enthalten, so eine Studie Zoom

Entsprechend brutaler setzen sich die Männchen auch mit grimmigen Gesichtern in Szene. Die Neuseeländer kommen in ihrer Studie zum Schluss: «Lego-Produkte sind nicht mehr so unschuldig, wie sie einmal waren.» Lego sieht darin keine direkte Gefahr und widerspricht: «Wir sind nicht der Meinung, dass unsere Produkte zu Gewalt auffordern», sagte Kathrine Bisgaard Vase, die Sprecherin des Konzerns im dänischen Billund, am Montag. In einigen Legowelten gehe es um Konflikte, und die seien Teil des Alltags der Kinder. Ausserdem finde man diese Waffen nur in den Fantasiewelten von Lego. In der alltagsorientierten Serie Lego City trage nicht einmal der Polizist eine Pistole. 

Tags: Lego

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