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Microsofts Surface Pro 3 am Horizont

Nun ist die Katze aus dem Sack: Microsoft bringt einen grösseren und schlankeren Surface Pro 3 auf den Markt. Ein Surface Mini ist dagegen vorerst noch Fehlanzeige.

von Jens Stark ,AWP 21.05.2014

Microsoft will mit einem grösseren und gleichzeitig schlankeren Tablet-Computer das Notebook ersetzen. Spartenchef Panos Panay stellte das neue Gerät namens Surface Pro 3 am Dienstag in New York vor. Gleichzeitig blieb der Konzern ein von vielen Beobachtern erwartetes Mini-Tablet schuldig. Von den Stückzahlen her wuchs die kleine, günstige Klasse zuletzt am schnellsten.

Das Surface Pro 3 ist grösser und schlanker Das Surface Pro 3 ist grösser und schlanker Zoom© Microsoft

Das Surface Pro 3 hat einen 12-Zoll-Bildschirm im Unterschied zum Vorgänger mit 10,6 Zoll. Entsprechend steigt die Auflösung. Gleichzeitig ist das neue Tablet dünner und leichter. Der eingebaute Klappständer ist nun annähernd stufenlos einstellbar; Surface Pro 2 rastete in zwei Positionen ein. Auch die dazugehörige Tastatur und die Eingabe per Stift wurden verbessert. Das Gerät läuft mit Intel-Prozessoren und Windows 8.1.

Das Surface Pro 3 ist laut der Homepage von Microsoft Schweiz ab sofort vorbestellbar. Die Auslieferung erfolgt dann ab dem 31. August. Preislich bewegen sich die Microsoft-Tablets je nach Hardware-Ausstattung zwischen 899 und 2199 Franken. Das günstigste Modell weist einen Core-i3-Prozessor von Intel auf und bietet 64 Gigabyte Speicher. Das Top-Modell wird von einem Core i7 angetrieben und hat für 512 Gigabyte Platz.

Microsoft positioniert Surface 3 als Notebook-Ersatz

Statt zu einem Notebook greifen viele Kunden mittlerweile lieber zu einem Tablet. Microsoft hatte es jedoch nicht geschafft, seine Marktdominanz aus dem PC-Markt in die mobile Welt hinüberzuretten. Statt mit Windows läuft der Grossteil der Tablets und auch Smartphones mit Googles Android-System oder es handelt sich um iPads und iPhones von Apple.

Microsoft-CEO Satya Nadella während der Präsentation des Surface Pro 3 in New York City Microsoft-CEO Satya Nadella während der Präsentation des Surface Pro 3 in New York City Zoom «Mit diesem Tablet kann man das Notebook ersetzen», sagte Panay über das Surface Pro 3. Der neue Microsoft-Chef Satya Nadella legt ein starkes Gewicht auf den Ausbau des mobilen Geschäfts. So schloss er die Übernahme von Nokias Handy-Geschäft im April ab und machte Windows kostenlos für Smartphones und kleinere Tablets. Das soll den Preis für die Endkunden senken.

«Wir wollen Produkte, mit denen man mehr schafft», sagte Nadella bei seinem Auftritt in New York. «Wir wollen Produkte für alle Seiten des Lebens.» Nach Analystenschätzungen werden erstmals in diesem oder spätestens im nächsten Jahr mehr Tablets verkauft werden als klassische PCs. Die einst gigantischen Zuwachszahlen bei Tablets hatten sich zu Beginn des Jahres allerdings abgeschwächt. Viele Verbraucher haben sich gerade erst ein neues Gerät gekauft.

Potenzial für Windows-Tablets und Video

Microsoft hatte die erste Generation der Surface-Tablets Mitte 2012 vorgestellt, die zweite folgte im September vergangenen Jahres. Die Verkaufszahlen waren zunächst enttäuschend. Die Geräte waren aber auch als Weckruf an die PC-Hersteller gedeutet worden, ihre eigenen Bemühungen um Windows-Tablets voranzutreiben. Bis zu dem Zeitpunkt gab es kaum Angebote.

Mittlerweile sind eine Vielzahl von Modellen auf dem Markt, darunter viele Mischformen aus Tablets und Notebooks mit umklappbaren Bildschirmen oder abnehmbaren Tastaturen. «Wir wollen nicht mit den Computerbauern konkurrieren», versicherte Nadella. Microsofts Quartalsumsatz mit den Surface-Geräten legte zuletzt binnen eines Jahres um 50 Prozent auf 500 Millionen US-Dollar zu – in einem Multimilliarden Dollar schweren Gesamtmarkt.

«Auch wenn der Marktanteil noch klein ist, nehmen Windows-Geräte weiter Fahrt auf», erklärte IDC-Experte Jitesh Ubrani jüngst. Die Schätzung für den Marktanteil schwankt je nach Analysehaus zwischen 2 und 4 Prozent. «Mit etwa zwei Dritteln Marktanteil dominiert Android immer noch den Markt», erklärte Ubrani. Vor allem kleine, günstige Android-Tablets verkaufen sich in rauen Mengen. Kleinere Windows-Tablets von diversen Computerherstellern liegen preislich zumeist darüber.


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