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Nvidia Turf Effects: Schlemmerrasen für virtuelle Kühe

Spieleentwickler dürfen demnächst auf ein neues Feature von Nvidia zurückgreifen, das gewaltige Grassimulationen mit physikalischer Interaktion ermöglichen wird.

von Simon Gröflin 27.10.2014

Nicht nur virtuelle Kühe dürften künftig an realistischeren Grashalmen knabbern. Auch explosive Feuersalven aus dem Arsenal des Crysis-Protoganisten und die zur Strecke gebrachten Aliens werden den Gamer-Rasen auf eine Art und Weise plattdrücken, dass selbst Umweltschützer den Zeigefinger heben könnten. Mit der Geometrie «Nvidia Turf Effects» spannt Nvidia ein riesiges Geometriegitter über zig Rasenbüschel.

Flatternde Halme

Jedes Grashalm besteht dabei aus mehreren Hundert Dreiecken. Bis anhin waren Rasenflächen in Spielen wie trübe 2D-Teppiche ausgerollt. Angeblich soll die Berechnung einer Million Grashalme bei einer GeForce GTX 680 weniger als eine Millisekunde pro Frame erfordern, jedoch ohne Kantenglättung. Denn ohne Nachberechnung ist ein leichtes Kantenflimmern zu erkennen. Inzwischen hat Nvidia dazu ein Video veröffentlicht:

«Nvidia Turf Effects» wird voraussichtlich im Frühjahr 2015 für DirectX-11-Karten verfügbar sein. Freuen wird das vor allem PC-Spieler, da in allen gegenwärtigen Spielkonsolen AMD-Chips und keine Nvidia-Grafikkarten integriert sind.

4K-Kantenglättung, auch für ältere Nvidia-Karten

Ausserdem hat Nvidia das «4K-Downsampling auf Knopdruck» für weitere Grafikkarten angekündigt. Sinn macht ein internes Hochrechnen auf 4K-Auflösung in Spielen, deren angebotene Kantenglättungseffekte zu wenig befriedigen. Laut Blogeintrag von Nvidia ist dazu eine Nvidia-Karte der GTX-Serie erforderlich. Sogar die GTX 460, eine vor vier Jahren erschienene Karte, unterstützt den Modus noch. In aktuellen Treibern soll die Einstellung DSR («Dynamic Super Resolution») bereits zu finden sein. Allerdings berichten im Nvidia-Forum Spieler zuweilen von Problemem im Zusammenhang mit SLI-Konfigurationen.


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