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Wenn Kühlschränke und Toaster zu Virenschleudern werden

Haben Sie Ihrem Kühlschrank schon ein Firmware-Upgrade verpasst oder das Passwort an Ihrem Toaster geändert? Falls nicht, steht uns in naher Zukunft das «Botnetz der Dinge» bevor.

von Simon Gröflin 20.01.2014
Nicht auszudenken, wenn Hacker Toastbrote blockieren oder wenn es nur noch quietscht aus dem Kühlschrank Nicht auszudenken, wenn Hacker Toastbrote blockieren oder wenn es nur noch quietscht aus dem Kühlschrank Zoom Das US-Sicherheitsunternehmen Proofpoint soll einem Bericht der Los Angeles Times zufolge auf ein riesiges Botnet gestossen sein. Ein Viertel der beteiligten Geräte waren unter anderem auch erste internetfähige Haushaltsgeräte wie Kühlschränke und Toaster. Angeblich wurden vom Zeitraum zwischen dem 23. Dezember 2013 und dem 6. Januar 2014 von verschiedensten IP-Adressen etwa 750'000 Spam-Mails verschickt.

Über 100'000 Geräte gekapert

Angeblich wurden über 100'000 Geräte gekapert. Die US-Firma rechnet ausserdem vor, dass dabei ein Vierteil der Mails nicht von konventionellen PCs, sondern von anderen Geräten verschickt wurden. Nebst Routern, Fernsehern und Media Centers wären auch Kühlschränke beteiligt gewesen. Offenbar war es ein Leichtes, Kontrolle über die verschiedenen Geräte zu erlangen. Ein Botnet dient normalerweise Hackern dazu, eine riesige Spam-Maschine aufzugleisen. Die Angreifer machten sich den Umstand zunutze, dass bei vielen Geräten die Firmwares länger nicht aktualisiert und Default-Passwörter beim Alten belassen wurden. Proofpoint meinte, es könnte künftig öfters zu derartigen Botnetzen kommen, weil immer mehr Haushaltsgeräte mit dem Internet verbunden sein werden.


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