Das digitale Dienstbüchlein kommt

Das Dienstbüchlein wird digital. Nach dem Nationalrat hat nun auch der Ständerat eine entsprechende Motion von Marcel Dobler angenommen.

von Luca Perler 10.12.2018

Wer bisher vor jedem WK sein Dienstbüchlein suchen musste, kann aufatmen. Denn dieses soll schon bald digital werden. Der Ständerat stimmte einer Motion von Nationalrat Marcel Dobler zu. Die grosse Kammer tat dies bereits am 15. Juni. Dobler verlangt mit der Motion vom Bundesrat, das Dienstbüchlein im Sinne einer Prozessvereinfachung zu digitalisieren. «Ein digitales Dienstbüchlein ist massiv schneller ausgefüllt und vermindert damit den zeitlichen Aufwand für alle Beteiligten. Die Fehleranfälligkeit ist zudem viel geringer, so kann es zum Beispiel nicht verschwinden und ist nicht überklebbar, wie dies bis anhin der Fall war», begründet Dobler seine Forderung.

Gemäss Josef Dittli (FDP/UR), Präsident der Sicherheitspolitischen Kommission des Ständerates, stiess Dobler mit seiner Motion auf offene Türen. Im Bulletin zur Sitzung heisst es, dass die Digitalisierung des Dienstbüchleins im Einklang mit der Informatikstrategie des Bundes 2016-2019 stehe, die Prozessmodernisierung aller Einheiten in den Verwaltungsstrukturen unterstütze und die Zusammenarbeit mit den Kantonen, den Gemeinden, der Bevölkerung und der Wirtschaft fördere. Die kleine Kammer nahm die Motion schliesslich einstimmig an.

Wie aus dem Bulletin hervor geht, wurde die Umsetzung des Projekts nun bereits in die Wege geleitet. Das VBS habe über das Kommando Ausbildung die Vorarbeiten und Analysen zur Digitalisierung des Dienstbüchleins in Auftrag gegeben, heisst es darin. Die Ergebnisse und ein entsprechendes Umsetzungsprojekt sollen noch bis Ende 2018 vorliegen. Nachdem die Digitalisierung des Dienstbüchleins in einem ersten Anlauf vor zehn Jahren scheiterte, kommt das «E-Dienstbüchlein» also nun doch noch.


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