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Datenzugriff und Ihr Auto - was ohne Ihr Wissen alles abläuft

Dank Technologie wird Autofahren immer mehr zum Luxus. Als Gegenleistung verlangen Autohersteller und Dritte aber unsere Daten.

von Fabian Vogt 07.10.2014

Das Auto der Zukunft soll selber fahren können. Wenn man verschiedenen Herstellern zuhört, wird dies – falls es das Gesetz erlaubt – spätestens in zehn Jahren möglich sein. Doch die Ideen der Autohersteller und ihrer Software-Partner stammen nicht nur aus Science-Fiction-Filmen. Sie haben auch welche, die weitaus weniger plakativ sind und bereits heute eingesetzt werden. So können Verkehrsinformationen in Echtzeit übertragen oder Autowerkstätten bei Verkehrspannen automatisch benachrichtigt werden. Es gibt auch Systeme, die den Zustand des Fahrzeugs überwachen und mitteilen, wenn beispielsweise der Motor kurz vor dem Überhitzen ist.

Dass dies das Fahren einfacher macht, liegt auf der Hand. Ebenso offensichtlich ist, dass als Tausch für diesen Komfort persönliche Daten übertragen werden. Autohersteller und Drittfirmen wissen beispielsweise immer, wo sich ein Fahrzeug befindet, sonst wären automatische Radarwarnungen nicht möglich. Der Touring Club Schweiz (TCS) glaubt, dass vielen Lenker nicht bewusst ist, welche persönlichen Daten übermittelt werden. Er hat deshalb in Zusammenarbeit mit dem Automobilsport-Weltverband (FIA) ein Video erstellt, das für eine Sensibilisierung des Lenkers mit seinem Fahrzeug sorgen soll.

So erklärt es unter anderen, dass viele Lenker Klauseln im Vertrag nicht lesen, die Datenübermittlung erst erlaubt. TCS zählt einige Möglichkeiten der Vorteile der neuen Technologien in Fahrzeugen auf, sagt aber auch, was gemacht werden muss, um die Konsumenten zu schützen. Unter anderem sollen Lenker die Möglichkeit haben, Dienstleister (beispielsweise Autowerkstätten) frei zu wählen und zu wechseln. Und Dienstleister und Autohersteller sollen offene und sichere Telematikplattformen bereitstellen, über die sie auf Fahrzeugdaten und Funktionalitäten zugreifen. Inwiefern diese Forderungen umgesetzt werden, ist unklar. Das Video zu schauen, lohnt sich für diejenigen, die irgendwann ein Auto mit einem sogenannten «In-Car-System» kaufen möchten oder auch für die, die bereits eins besitzen.


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