Firefox: Kostenpflichtiges Premium-Abo geplant

Die Open-Source-Spezialisten von Mozilla planen für Herbst dieses Jahres die Einführung eines kostenpflichtigen Premium-Modells für den Firefox-Browser. Was steckt dahinter?

von Alexandra Lindner 12.06.2019

Mozilla will im Herbst dieses Jahres ein neues, kostenpflichtiges Premium-Abo für seinen Firefox-Browser einführen. Das hat CEO Chris Beard nun in einem Interview mit dem Tech-Portal t3n verkündet. Werbeeinnahmen und Partnerschaften mit anderen Firmen reichen offenbar nicht aus, um die Entwicklung des Open-Source-Browsers finanziell voll zu tragen.

Aktuelle Nutzer müssen sich jedoch keine Sorgen machen, dass sie ab Oktober nur noch eingeschränkten Zugriff auf die Browser-Funktionen haben. Es gebe keinen Plan, für Dinge Geld zu verlangen, die jetzt kostenlos sind, so Beard. Vielmehr sollen Premium-Nutzer derzeit noch unveröffentlichte Zusatz-Features bekommen.

Bei diesen Funktionen soll es sich vor allem um Sicherheits-Features und Speicherlösungen handeln. Ob das Premium-Programm allerdings nun darauf abzielt, einzelne Funktionen in Rechnung zu stellen, oder ob es ein Gesamtpaket für neue Features geben wird, hat Mozilla noch nicht verraten.

Open-Source-Produkte stehen immer vor der Herausforderung, ihre Lösungen finanziell profitabel zu gestalten. Firefox stellt dabei keine Ausnahme dar. Ob die Nutzer die neuen Pläne nun annehmen, wird sich zeigen. Sinnvoll ist der Vorstoss allemal. Mozilla macht seinen Browser damit ein gutes Stück weit unabhängiger von Google, das als Standardsuche bislang mehrheitlich zur Finanzierung von Firefox beiträgt.


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