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Handy-Spieler sehen sich nicht als Gamer

Mobile Apps sind laut AppLovin-Umfrage zwar beliebt, werden aber nicht als klassische Games gesehen.

von pte (Pressetext) 18.02.2019

Über die Hälfte der US-Amerikaner spielen zwar regelmässig mit ihrem Smartphone, dennoch würden sie sich nicht als Gamer bezeichnen. Zu dem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage der Marketingplattform AppLovin unter 2000 Handy-Nutzern. «Ein Gamer ist jemand, der mehrere Stunden in der Woche freiwillig digitale oder analoge Spiele spielt. Digital heisst dabei jede Form, auch mobile Spiele wie zum Beispiel ‹Candy Crush›», sagt Games-Experte Christoph Deeg im Gespräch mit pressetext.

Definition von «Klassik»

Die Unwilligkeit von Handy-Spielern, sich selbst als Gamer zu bezeichnen, sieht Katie Jansen, Marketing-Chefin von AppLovin, im unterschiedlichen Zeitaufwand im Vergleich zu klassischen Games. Während altbewährte Konsolen- und PC-Spiele mehrere Stunden Aufmerksamkeit erfordern, könne man Mobile Games in kurzen Einheiten nebenbei spielen. Deswegen werden sie anders wahrgenommen.

«Smartphone-Spiele kommen aus einer anderen Ecke als klassische Konsolenspiele. Hier werden Smartphones, also Kommunikationsgeräte, mit Spielen aufgewertet. Ausserdem spielt man Mobile Games nur kurz. Hersteller wie Electronic Arts sehen mobile Spiele sehr wohl als echte Games, wenn auch mit anderer Funktion», ergänzt Deeg.

Einen anderen Grund für die Ablehnung des Begriffes Gamer sieht Deeg in der negativen Zuschreibung des Wortes: «Die Bezeichnung Gamer ist in den Medien oft nicht positiv definiert. Der Begriff wird mit Spielsucht oder Gewalt in Games assoziiert. Deswegen wollen viele Menschen nicht in diese Schublade gesteckt werden», sagt Deeg gegenüber pressetext.

61,3 Mrd. Dollar Umsatz

Mobile Spiele sind populärer. Die Umsätze mit Smartphone-Spielen im Jahr 2018 übersteigen mit 61,3 Mrd. Dollar die von traditionellen PC- und Konsolenspielen zusammen. Vor allem Spiele wie «Angry Birds» oder «Candy Crush» haben zu diesem Erfolg beigetragen. Die Begeisterung für Mobile Games erstreckt sich dabei über alle Generationen und Geschlechter hinweg.

Bereits etwa ein Drittel der Baby-Boomer, also Menschen im Alter von 55 und höher, spielt auf dem Smartphone. 81 Prozent der befragten Männer spielen Handy-Spiele. Bei den Frauen sind es mit 86 Prozent sogar noch mehr. Unter den Apps sind Smartphone-Spiele auch Spitzenreiter. 2018 kamen etwa 77 Prozent der Einnahmen von derlei Apps.

www.pressetext.com


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