NASA testet Raketenantrieb aus dem 3D-Drucker

Selbst zahlungskräftige Organisationen wie die NASA sind darauf bedacht, ihre Kosten zu senken. Für Einsparpotenziale könnten nun 3D-Drucker sorgen, die der Weltraumorganisation günstige Raketenantriebe bescheren sollen.

von IDG . 15.07.2013
Die NASA will Triebwerke künftig ausdrucken Die NASA will Triebwerke künftig ausdrucken Zoom Moderne 3D-Drucker entwickeln sich rasend schnell weiter und könnten bald nicht mehr nur für Bastler geeignet sein. Bei der Weltraumorganisation NASA sind die Geräte schon seit längerer Zeit im Einsatz und sollen künftig für günstige Raketenantriebe sorgen. Die NASA hat erste Tests mit entsprechenden Antrieben aus dem 3D-Drucker bereits durchgeführt.

Am Donnerstag lief ein entsprechender Testlauf erfolgreich ab. Die erste Raketenantriebskomponente wurde durch einen 3D-Drucker erstellt. Der ausgedruckte Antrieb musste eine ganze Reihe von Probeläufen überstehen, unter anderem Brandversuche mit flüssigem Sauerstoff oder gasförmigem Wasserstoff.

Die NASA hat ein ehrgeiziges Ziel vor Augen: Eines Tages sollen die ausgedruckten Raketenantriebe in der Praxis eingesetzt werden und dabei helfen, Kosten und Zeit zu sparen. So könnte die neue Technik die Produktionsdauer gleich um mehrere Monate reduzieren. Bei den Kosten sieht die NASA Einsparungsmöglichkeiten von rund 70 Prozent. Bis dahin ist es jedoch noch ein weiter Weg. Die NASA will die Raketenantriebe aus dem 3D-Drucker frühestens 2017 bei einem echten Flug einsetzen.

(Von Michael Söldner, pcwelt.de)


    Kommentare

    • swissmac 15.07.2013, 23.18 Uhr

      Tja, da sind die Russen definitiv schon weiter. Die haben bereits die ersten Starts hinter sich: http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/vermischtes/Russische-Rakete-explodiert-ueber-Startgelaende/story/23927104

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