Neon: die Schweizer Internet-Bank

von Klaus Zellweger 26.06.2019

Kosten (und Neons Einnahmen)

Kostenlose Dienstleistungen sind toll, aber irgendwie muss jedes Unternehmen Geld verdienen, um nicht zu einem Ex-Unternehmen zu werden. Revolut macht zum Beispiel Geld mit Dienstleistungen für Firmen oder den exklusiven Premium-Kreditkarten, die zwar Bonusleistungen oder einen Concierge mitbringen, aber auch entsprechend kosten.

Neon hingegen verfolgt den klassischen Ansatz und verdient an Leistungen, die im Zusammenhang mit den Geldtransfers stehen. So verrechnet die Firma zum Beispiel einen Wechselkurs-Aufschlag bis 1.5 Prozent. Abhebungen sind zweimal pro Monat kostenlos und schlagen danach mit 2 Franken pro Abhebung auf das Konto; dieser Betrag wird im Ausland immer fällig, zusätzlich zum Wechselkurs.

Apropos Ausland: Dort sind die Einkäufe am teuersten. Zum Wechselkurs-Aufschlag von 1.5 Prozent kommen noch einmal 1.8 Prozent auf den Einkaufsbetrag. Wer fast nur in der Schweiz kauft, wird daran kaum einen Gedanken verschwenden – doch für Weltenbummler wird die Neon-Karte sehr schnell eine teure.

Von den Einkäufen im Ausland sind die Preise jedoch eher moderat und werden offen kommuniziert. Die komplette Liste finden Sie hier.

Fazit

Bei Neon handelt es sich um ein kostenloses Schweizer Bankkonto mit Einlagenschutz und mit einer ebenso kostenlosen Kreditkarte. Das Mindestalter beträgt erfreulich-tiefe 16 Jahre. Wenn Sie nach einer dieser spezifischen Eigenschaften gesucht haben: gut.

Wenn Sie hingegen nach einem helvetischen Gegenstück zu Revolut suchen, machen Sie einen grossen Bogen um dieses «Angebot». Denn was hier abläuft, ist nicht nur ein trauriger Abklatsch, sondern einer Schweizer Bank einfach unwürdig. Neon gibt sich modern, frisch und aufgeschlossen, aber die Abläufe sind ab der ersten Minute so schwerfällig, verkrustet und unsympathisch, dass jede klassische Bankfiliale wie eine Wellness-Grotte wirkt – ganz abgesehen davon, dass in einer konventionellen Bank die Kommunikation auf Papier um ein Vielfaches schneller abgewickelt wird, als mit der Neon-App.

Lassen Sie es bleiben. Sie wurden gewarnt.

Einer von Euch beiden muss jetzt gehen … sofort! Einer von Euch beiden muss jetzt gehen … sofort! Zoom© PCtipp / ze

Kündigung

Um das Konto zu schliessen, schreiben Sie einen Brief an folgende Adresse:

Hypothekarbank Lenzburg AG
neon - Hypothekarbank Lenzburg
Bahnhofstrasse 2
5600 Lenzburg

Und das ist genau das, was ich jetzt tun werde. Denn darauf freue ich mich schon seit zwei Wochen.

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    Kommentare

    • weilsing 26.06.2019, 14.55 Uhr

      Leider kann ich diese Meinung gar nicht teilen. Habe keine Probleme gehabt bei der Eröffung. Bei Überweisungen hatte ich das Geld bereits am nächsten Tag auf dem Neon Konto. Was auch zu Berücksichten ist das bei der Überweisung auf das Revolut Konto immer Spesen anfallen werden. Ausserdem ist die Neon App noch jung. Die Revolut Karte hatte am Anfang ja auch Probleme, und die Neon App wird ja laufend immer neu aktualisiert. Gibt doch zuerst einmal Zeit. Ausserdem sollte jeder Überlegen für was m[...]

    • Klaus Zellweger 26.06.2019, 15.06 Uhr

      Was auch zu Berücksichten ist das bei der Überweisung auf das Revolut Konto immer Spesen anfallen werden. Hallo weilsing Überweisungen auf das Revolut-Konto sind kostenlos. Sie werden über eine IBAN bei der Credit Suisse abgewickelt. Viele Grüsse Klaus

    • outback673 26.06.2019, 15.40 Uhr

      Bei einer Einzahlung auf das Revolutkonto der Credit Suisse fallen KEINE Spesen an. Das war noch anders, als eine Auslandüberweisung nötig war, aber das ist Geschichte. Allerdings habe ich bei der Kontoeröffnung der Neon-Bank bessere Erfahrungen gemacht, alles ging zügig vor sich und hatte nichts Entwürdigendes an sich (was soll denn hier schon entwürdigend sein ... grübelgrübel)

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