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VBZ testen smarte Haltestellen

Die Verkehrsbetriebe Zürich testen ab Donnerstag LED-Beleuchtung und E-Paper. Sensoren sollen für reduzierte Lichtemissionen sorgen und Sprayer abschrecken.

von Claudia Maag 09.01.2020

Die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) testen ab sofort an ausgewählten Haltestellen im Zürcher Quartier Aussersihl den Einsatz von LED-Beleuchtung mit Sensorik sowie die Verwendung von E-Paper. Der Pilotbetrieb wird bis Mitte Jahr dauern, wie es in einer Mitteilung heisst. 

E-Paper

Zeitgleich haben die VBZ zehn Testhaltestellen mit E-Paper-Geräten ausgestattet. Die E-Paper in unterschiedlichen Grössen und von verschiedenen Herstellern werden ergänzend zu den bereits bestehenden digitalen Anzeigetafeln getestet – überwiegend an Haltestellen, die bisher noch über keine Echtzeitinformationen verfügen. Die Pilotphase dauert ein Jahr.

Nebst angepasster Schriftgrösse und hohem Kontrast bietet das E-Paper auch eine Vorlesefunktion (Text-to-Speech).

Eines der Geräte kann gemäss Mitteilung per Klick zudem weitere Informationen wie z.B. die nächsten Abfahrten, den Liniennetzplan, den Situationsplan und weitere Informationen abrufen.

LED-Beleuchtung und Bewegungssensor

Die Haltestellen sind mit LED-Beleuchtung ausgestattet. Die LED-Leuchtmittel werden im Vergleich zu den Leuchtstoffröhren getestet und evaluiert, die bisher verwendet werden. LED-Beleuchtung soll zu weniger Stromverbrauch führen und die VBZ sehen die Vorteile zudem in der Umweltfreundlichkeit (quecksilberfrei), der Nachhaltigkeit (hohe Lebensdauer) sowie den Kosten (günstig in Betrieb und Wartung).

Zusätzlich zur LED-Beleuchtung wird ein Bewegungssensor eingebaut. Damit wird die Helligkeit verringert, wenn sich keine Fahrgäste an der Haltestelle befinden. Der Bewegungssensor wird im «Smarten Korridor» an den Haltestellen «Albisriederplatz», «Hardplatz», «Hardbrücke», «Schiffbau» und «Escher-Wyss-Platz» getestet. 

Sprayer-Alarm

Ausserdem wurde ein Akustiksensor verbaut. Dieser reagiert gemäss VBZ aktuell auf die Geräuschfrequenz von Spraydosen. Erklingt das Geräusch, das beim Schütteln einer Dose oder beim Sprayen entsteht, wird laut Mitteilung ein blinkender Lichtmodus aktiviert. Das Blinken soll Aufmerksamkeit auf sich ziehen und so soll «unerwünschtes Verhalten reduziert werden können», so die VBZ. Die Pilotphase werde dazu genutzt, solche Annahmen zu evaluieren. Das Testgebiet des Akustiksensors beinhaltet die Haltestelle «Hardplatz» sowie ein paar weitere Haltestellen, welche die VBZ nicht namentlich nennt, um die Testergebnisse nicht zu verfälschen.

Beim Pilotprojekt arbeiten die VBZ mit dem städtischen Partner ewz zusammen, Technologiepartner ist BURRI public elements AG. Ein Ausbau auf weitere Haltestellen wird nach erfolgter Testphase geprüft.


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