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Apple: Akku-Tausch und Reparaturen werden einfacher

Viele weitere Drittanbieter werden dem eigenen Service gleichgestellt.

von Klaus Zellweger 30.08.2019

In den letzten Wochen machte die Meldung die Runde, dass Apple den Akku-Tausch im iPhone durch nicht-autorisierte Servicestellen unterbinden wolle. Das war nicht ganz richtig; stattdessen wurden vom iOS-System einfach keine Angaben zur Akku-Qualität gemacht, wenn es sich a) nicht um einen Original-Akku von Apple handelte oder b) der Akku nicht von einem «autorisierten Apple Service-Provider» (kurz: AASP) eingebaut wurde.

So oder so: In Zukunft wird es noch einfacher, jegliche Reparaturen ausserhalb der Garantiezeit mit dem offiziellen Segen von Apple durchführen zu lassen. Dabei ist zu erwähnen, dass diese Erweiterung keine Folge der Akku-Geschichte ist, sondern schon letztes Jahr im Rahmen einer Pilotphase in den USA, Europa und Asien aufgegleist wurde. So können Reparaturen laut Apple zum Beispiel in jeder Best-Buy-Filiale in den USA durchgeführt werden, was in den letzten drei Jahren zu einer Verdreifachung der AASPs in den USA führte.

Der Kreis der zugelassenen Techniker dürfte sich bald sprunghaft erhöhen Der Kreis der zugelassenen Techniker dürfte sich bald sprunghaft erhöhen Zoom© Apple, Inc.

Wer darf jetzt ran?

Bis anhin umfasste Apples Service-Netzwerk weltweit rund 5000 AASPs. Jetzt wird der Kreis der Werkstätten und Personen, die mit dem offiziellen Segen von Apple werkeln, massiv erweitert. Apple liefert dazu die Original-Bauteile. Diese Dienstleister erhalten ausserdem Werkzeuge, Schulungen, Reparaturanleitungen und Diagnosemöglichkeiten zu den gleichen Konditionen, wie die gestandenen AASPs.

Im Prinzip kann jedes Unternehmen diesem Zirkel beitreten. Die Mitgliedschaft ist für die Firma kostenlos, weitere Informationen und Details sind hier zu finden. Allerdings muss ein von Apple zertifizierter Techniker vor Ort sein, der die Reparaturen durchführen kann. Auch diese Ausbildung ist kostenlos und soll unbürokratisch durchgeführt werden.

Fazit

In Zukunft wird es noch einfacher, sein Apple-Gerät bei einem zertifizierten Drittanbieter reparieren zu lassen. Weil die Hürden für die Zertifizierung tief und die Ausbildung kostenlos sind, kann es nur noch am guten Willen der Werkstätte fehlen, wenn sie diese Anforderungen nicht erfüllen will. Ob man einer solchen «wilden Servicestelle» sein Apple-Gerät dann noch anvertrauen will, will gut überlegt sein.


    Kommentare

    • Midori 31.08.2019, 16.40 Uhr

      Der Link zu den weiteren Informationen scheint nicht hinterlegt zu sein. Wolltet ihr auf diese Seite verweisen? Dieser Schritt ist sicherlich nichts negatives und geht in die richtige Richtung. Dennoch sehe ich es als eine schlechte Geschäftsentscheidung, wenn ein unabhängiger Reparaturshop an diesem Programm teilnehmen würde. Schlussendlich geht es darum, dass Reparatren von AASPs relativ teuer sind und/oder der Anreiz geschaffen wird, dass man besser gleich ein neues Gerät kauft. Gute(!) Re[...]

    • Klaus Zellweger 01.09.2019, 10.33 Uhr

      Der Link zu den weiteren Informationen scheint nicht hinterlegt zu sein. Wolltet ihr auf diese Seite verweisen? Hallo Midori Ja, der war’s. Der erste Link führte ins Leere. Ist korrigiert, danke! Schlussendlich geht es darum, dass Reparatren von AASPs relativ teuer sind und/oder der Anreiz geschaffen wird, dass man besser gleich ein neues Gerät kauft. Gute(!) Reparaturshops haben die ganzen Schemas zur Hand und ersetzten nur die nötigen Chips oder Bauteile anstatt das gesamte Mainboar[...]

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