Googles erstes China-Telefon: Nexus 6P im Test

Noch einmal Nexus: Wie schlägt sich Huaweis Nexus-6-Neuauflage? Hier der Test.

von Simon Gröflin 02.12.2015

Schönes Alu – scharfer Bildschirm: Huaweis Nexus 6P hat ein bisschen was von der «HTC One»-Reihe. Im Vergleich zum letztjährigen Nexus 6 ist Huawei designtechnisch wirklich ein Kunstgriff gelungen. Zu breit und quadratisch oder fast Tablet-artig wirkt da der Vorgänger im Vergleich. Ganz leicht ist das hochformatige 5,7-Zoll-Modell trotzdem nicht. Mit dem vollwertigen Alu-Body bringt das Nexus-Phablet 178 Gramm auf die Waagschale. Markant schwerer ist es aber im Vergleich zu ähnlichen Phablets trotzdem nicht.

Alles Alu

Die Rückseite kennzeichnet einen leicht rauen Tonus. Dennoch fühlt sich das gut an. Das Smartphone liegt dadurch sehr rutschfest in der Hand. Die seitlichen Bedienknöpfe rechts oben sind gut positioniert und nicht verwechselbar: Die Lautstärkewippe befindet sich gleich unterhalb der Power-Taste und unterscheidet sich durch seine glatte Textur von der schraffierten Ein-/Ausschalttaste.

Schönes Alu an allen Kanten und Ecken Schönes Alu an allen Kanten und Ecken Zoom© sgr / NMGZ

Der Akku ist nicht von Hand wechselbar. Auf die Speicherausstattung legt man sich gleich beim Kauf fest, denn diese ist ebenfalls nicht erweiterbar. Das 32-GB-Modell kostet Fr. 599.–. Jedoch macht Huawei zwischen den Speicherausführungen (32, 64 und 128 GB) nur 100-Franken-Sprünge. Daran sollten sich Apple und Samsung mal ein Beispiel nehmen.  

Gross, aber trotzdem nicht zu breit: Das Nexus 6P ist deutlich schlanker als das Nexus 6 Gross, aber trotzdem nicht zu breit: Das Nexus 6P ist deutlich schlanker als das Nexus 6 Zoom© sgr / NMGZ

Scharfe Optik

Das farblich gut ausbalancierte Amoled-Display mit einer Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln besticht. Erstaunlich: Selbst auf sehr niedriger Helligkeitsstufe überrascht die helle und kontrastreiche Anzeige. Das robuste Gorilla-Glas 4 trübt die blickwinkelstarke Sicht nicht. Vor einem Galaxy S6 oder iPhone 6s muss sich das farbenfrohe Nexus-6P-Display jedenfalls nicht verstecken.

Farbkräftig und kontrastreich: Der Nexus-6P-Bildschirm besticht Farbkräftig und kontrastreich: Der Nexus-6P-Bildschirm besticht Zoom© sgr / NMGZ

Sound und Sprachausgabe

Das Nexus 6P wie auch das Nexus 5X verfügen über zwei Stereolautsprecher, die ober- und unterhalb im Gehäuse sitzen. Der Klang ist um einiges lauter als beim Vorgänger. Ob Huawei ein eigenes DAC eingebaut hat, gilt als weniger wahrscheinlich. Auf jeden Fall beklagen sich bei anderen Snapdragon-810-Smartphones kaum Nutzer über die Kopfhörerausgabe. Die Maximallautstärke ist sehr laut und verzerrungsarm. Das Stereo trägt zu einem guten Raumklang bei. Die Sprachqualität beim Telefonieren war okay und von keinen Rauscheffekten getrübt.

Fingerabdrucksensor 

Unterhalb der Kamera findet sich wie beim Nexus 5X eine neue kreisförmige Einbuchtung vor: Darunter verbirgt sich der Fingerabdruckscanner. Einmal eingerichtet, will man ihn aber nicht mehr missen. Der Sensor reagiert sehr schnell und präzise auf die Entriegelung.

Neu beim Nexus 5X und Nexus 6P: Der Fingerabdrucksensor befindet sich auf der Rückseite Neu beim Nexus 5X und Nexus 6P: Der Fingerabdrucksensor befindet sich auf der Rückseite Zoom© sgr / NMGZ

Die anfangs etwas befremdlich anmutende Positionierung macht Sinn. Denn mehr Muskelaufwand kostet es nicht, den Zeigefinger zu dieser Position zu bewegen, als mit dem Daumen auf den Home Button zu pressen. 

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