iFixit: Das MacBook Pro von 2017 ist ein Graus!

Der US-Reparaturdienst iFixit hat sich die aktuelle 2017er-Version des MacBook Pro vorgeknöpft. Bei genauerer Betrachtung gefallen einige Dinge gar nicht.

von Luca Perler 14.06.2017

iFixit blickt regelmässig ins Innere von PCs, Notebooks oder Smartphones. Der amerikanische Reparaturdienst bewertet dabei jeweils, wie einfach die Geräte repariert werden können. Erst kürzlich zerlegten dessen Schrauber das Samsung Galaxy S8 in seine Einzelteile, jetzt haben sie sich das neue MacBook Pro von 2017 mit Touchbar und 13-Zoll-Display vorgenommen.

Das Verdikt von iFixit fällt vernichtend aus: Im Reparaturtest erzielt das MacBook Pro gerade einmal einen von zehn möglichen Punkten. Während der Garantie mag das nicht problematisch sein. Dann sollte das Gerät sowieso im nächsten Apple-Store vorbeigebracht und repariert werden. Wer allerdings nach Ablauf der Garantie selbst Hand anlegen will, für den kann es zu einer mühsamen Angelegenheit werden.

Apples Spezialschrauben erfordern zusätzliches Werkzeug Apples Spezialschrauben erfordern zusätzliches Werkzeug Zoom© iFixit

Erstes Problem: Öffnen lässt sich die Rückseite des MacBooks nur mit zusätzlichem Werkzeug. Damit man Zugang zu den Innereien des Geräts erhält, muss die Rückseite mit einem Saugnapf und einem stabilen Plektrum angehoben werden. Erschwert wird dieser Vorgang zusätzlich durch die proprietären Pentalobularschrauben, mit denen Apple seine MacBooks verschraubt. Diese erfordern Spezialschraubenzieher.

Die einzelnen Komponente sind bombenfest montiert Die einzelnen Komponente sind bombenfest montiert Zoom© iFixit

Zweites Problem: Apple hat viele Teile bombenfest fixiert. Die Batterieeinheit ist gemäss iFixit äusserst solide mit dem Chassis verleimt. Prozessor, Arbeitsspeicher und SSD hat Apple gleich auf die Hauptplatine gelötet. Einerseits wird dabei der Austausch sehr mühsam, andererseits ist ein Upgrade der Komponente nachträglich nicht mehr möglich – ausser man ersetzt gleich die gesamte Hauptplatine.

Das Entfernen der Touchbar ist äusserst heikel Das Entfernen der Touchbar ist äusserst heikel Zoom© iFixit

Drittes Problem: Pièce de Résistance der Dekonstruktion ist die Touchbar. Diese zu entfernen, ist, wie der Test zeigte, eine sehr heikle Angelegenheit –, weil auch diese fest mit dem Gehäuse verklebt ist. Beim Entfernen des Schutzgehäuses brach sogar den Experten ein Teil des darunterliegenden OLED-Displays ab.

In diesem Video zeigt iFixit, wie das MacBook mit Touchbar auseinandergenommen wird. Bei dem Gerät handelt es sich allerdings um die 2016er-Version. Bis auf die Ausstattung mit älteren Prozessoren und Chips unterscheidet sich diese Version allerdings nicht vom neusten Gerät.

Tags: Macbook

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