Im Test: Sony Xperia XZ3

von Claudia Maag 04.12.2018

Akkuleistung

Das neue Modell wurde im Vergleich zum Vorgänger etwas aufgerüstet und bietet 3330 mAh. In unserem Alltagstest hielt das Smartphone bei normaler Nutzung ca. 14 Stunden durch (WLAN, Bluetooth mit verbundener Smartwatch, 2/3 Helligkeit). Das angeblich schnelle Laden via Netzteil mit Quick-Charge-Kabel dauerte leider über 2,5 Stunden. Unschön: Gemäss Hersteller kann es – wenn der Akku entladen ist – bis zu 30 Minuten dauern, bis das Gerät auf das Aufladen reagiert. Allerdings: Wir haben dies zweimal ausprobiert und hatten keinerlei Probleme. Gut zu wissen: Genau wie sein Vorgänger bietet das XZ3 auch kabelloses Aufladen an.

Wir führten unseren Benchmark-Test mit der App «AnTuTu Benchmark» bei voll aufgeladenem Akku durch. Während des 15-minütigen Belastungstests wurde die Batterie warm (etwas über 40 °C). Der Akkustand reduzierte sich in der gleichen Zeit um ca. 5 Prozent. Die App «Geekbench 4» ermittelte einen Single-Core-Score von 2375 und einen Multi-Core-Score von 8849.

Gepimpte Kamera-App

Die vorhersagende Aufnahme erfasst Lächeln und Bewegungen automatisch. Das Smartphone beginnt mit dem Zwischenspeichern von Bildern, ehe man auf den Auslöser drückt und nimmt bis zu vier Bilder auf, aus denen man das beste auswählen oder alle speichern kann.

Nett ist der Bokeh-Modus. In unserem kurzen Test funktionierte er gut. Zudem kann man direkt nach der Aufnahme den Bokeh-Effekt noch verstärken oder abschwächen. Schon mehr Spass machte uns der VR-Effect-Modus, bei dem man diverse Modi wie Tauchen, Comic, Dinosaurier, Masken und viele mehr auswählen kann. Wer weitere Effekte für ein Selfie herunterladen will, muss bei vielen ins virtuelle Portemonnaie greifen.

Die Kamera-App bietet ein paar Spielereien Die Kamera-App bietet ein paar Spielereien Zoom© cm/PCtipp

Die Kamera bietet wie beim XZ2 4K-HDR-Filmaufnahme. Der Zeitlupen-Modus beim Filmen funktionierte in unserem Kurztest gut, allerdings waren die Möglichkeiten für die Einstellungen etwas limitiert und die Helligkeits- und Schärfe-Einstellungs-Möglichkeiten nicht zufriedenstellend. Die Auflösung blieb recht körnig.

Wer gerne Filme auf dem Smartphone schaut, dem dürfte das Dynamic-Vibration-System gefallen, das man auf vier Stufen anpassen kann. Diese Funktion gibt es auch fürs Musikhören.

Fazit

Ein leistungsstarkes Smartphone mit Seitensensor und toller Displayauflösung zu einem fairen Preis. Sony-Fans sind mit diesem Modell besser bedient als mit dem Vorgänger XZ2. Mich haben allerdings die Akkulaufzeit, die Grösse und die Rutschigkeit gestört. Doch wem dies nicht missfällt, für den stimmen vermutlich Gewicht, Masse, Kamera, Design und Funktionalität.

  • Sony Xperia XZ3

    Positiv:
    Design, Display, Seitensensor, Akku, Geschwindigkeit, Dynamic Vibration
    Negativ:
    Rutschiges Gehäuse, zu gross, Position Fingerabdruckscanner
    Details:
    6,2-Zoll-Screen (2880 x 1440 Pixel), Android 9, 64 GB, 4 GB RAM, Qualcomm Snapdragon 845, 15-Mpx-Rückkamera, 13-Mpx-Frontkamera
    Strassenpreis:
    Fr. 810.-
    Info:
    www.sonymobile.com/ch-de/products/phones/xperia-xz3/
    PCtipp-Bewertung:
    4.5 Sterne

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