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In der Schweiz werden Pager noch immer genutzt

Wer Pager noch kennt, erinnert sich vermutlich an das Piepen und dunkle schmale Displays, die nur wenig Text anzeigten. In der Schweiz werden Funkmeldeempfänger noch immer genutzt und stetig weiterentwickelt.

von Claudia Maag 10.10.2019 (Letztes Update: 10.10.2019)

Japan hat nach einem halben Jahrhundert kürzlich seinen letzten Paging-Dienst abgestellt. Wir blickten etwas nostalgisch zurück, doch in der Schweiz sind Pager noch immer in Betrieb: zum Beispiel Feuerwehren verfügen zwar über moderne Alarmsysteme, aber ein Alarm erreicht die Angehörigen nicht nur via Telefon/Handy, sondern eben auch via Funkrufempfänger/Pager, wie swissfire.ch schreibt.

Beispielsweise bei der Firma Swissphone Wireless AG mit Hauptsitz in Samstagern (ZH) sind Pager sozusagen ihr täglich Brot. Swissphone ist einerseits schweizweit für ein Paging-Funknetz verantwortlich. Damit sollen Rettungskräfte so schnell wie möglich alarmiert und mobilisiert werden können. Andererseits entwickelt und baut es auch die Endgeräte (Pager) in der Schweiz.

Pager: Analog vs. digital

Als Paging oder Funkruf bezeichnet man die gezielte Alarmierung von einzelnen Personen oder Gruppen mittels Meldeempfängern – auch Pager genannt. Die Pager empfangen Signale von analogen oder digitalen Funknetzen. Werden die Rettungskräfte via analoge Funkmeldeempfänger kontaktiert, werden Informationen per Sprachdurchsage übermittelt. Digitale Funkmeldeempfänger zeigen Nachrichten als Textanzeige auf einem Display an oder werden heutzutage vom Pager vorgelesen.

Doch warum Pager nutzen in einer Zeit, in der die meisten Menschen ein Smartphone auf sich tragen? Die Empfangsfrequenz eines Pagers ist tiefer als jene eines Handys. Das bedeutet, dass die Gebäudedurchdringung besser ist. An Orten, an denen man mit einem Handy keinen Empfang hat, kann jemand via Pager dennoch kontaktiert werden.

Funkmeldeempfänger aus der Schweiz

Ein kleines Stück Schweizer Pager-Geschichte am Beispiel der Swissphone Wireless AG Ein kleines Stück Schweizer Pager-Geschichte am Beispiel der Swissphone Wireless AG Zoom Swissphone Wireless AG feiert heuer 50-jähriges Bestehen. In einem Sonderheft blickt das Unternehmen auf die eigene Geschichte und somit auch auf jene von Funkmeldeempfängern zurück. Im Jahr 1970 stellte Swissphone den ersten Pager mit Stimmgabelfiltern her. Nach Firmenangaben war dies der erste Grossauftrag für das damals junge Unternehmen mit über 1000 Pagern für die Feuerwehralarmierung in Deutschland.

2009 wurde ein SOS-Notrufsystem eingeführt, welches aus SOS-Portal und dem Personennotrufgerät Swissphone Trio bestand. Ein Jahr später wurde der Hurricane Duo präsentiert, der erste Meldeempfänger, der gleichzeitig sprechen und Text anzeigen konnte. Fünf Jahre später wurde der s.QUAD lanciert, ein Pager mit «funktionalem Design, hervorragendem Empfang» und wasserdichtem Gehäuse.

Jubiläum-Gehäuse zum 50-Jahre-Firmen-Jubiläum: s.QUAD X35 Jubiläum-Gehäuse zum 50-Jahre-Firmen-Jubiläum: s.QUAD X35 Zoom© Swissphone

Das Pager-Angebot 2019 passt sich den aktuellen Bedürfnissen an. Beispielsweise der derzeitige s.QUAD ist für eine simple Bedienung konzipiert, ist robust, hat eine hohe Batterielaufzeit und eine BLE-Schnittstelle (Bluetooth Low Energy) für eine App.

Der RES.Q hat ein integriertes Mobilfunk-Modul (neu: LTE). Positionierung ist dank GPS möglich und am Gerät befindet sich eine Notruf-Taste.

Der heutige Swissphone Trio wurde für Alleinarbeiter konzipiert. Wenn ein Mitarbeiter verunfallt, erkennt der Pager z.B. anhand der Fall-Detektion einen Sturz oder durch die sogenannte Totmann-Detektion, wenn jemand am Boden liegt und sich nicht mehr bewegt.

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Tags: Pager, Schweiz
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