SBB: Infrarot-Sensoren in S-Bahnen zählen Pendler

Wer in den letzten Tagen mit der S-Bahn gefahren ist, dem fiel vielleicht eine Lichtschranke bei den Eingängen und beim Aufgang in die Oberdecks auf.

von Claudia Maag 03.01.2019

«Infrarot-Sensoren zwischen erster und zweiter Klasse in einer Zürcher S-Bahn irritieren Fahrgäste» schreibt blick.ch. Leser hätten sich gemeldet und sich über die Datensammlung der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) beschwert.

Die Sensoren sind beim S-Bahn-Eingang und bei den Aufgängen in die Oberdecks angebracht. Laut SBB handelt es sich bei den Sensoren in den Doppelstockzügen um feste Einrichtungen. Gemäss blick.ch-Lesern sind die Lichtschranken allerdings nicht angeschrieben; die Pendler seien nicht informiert worden. 

SBB-Mediensprecher Christian Ginsig sagt auf Anfrage zu PCtipp: «Es gibt in Zügen zahlreiche weitere technische Einrichtungen, die ebenfalls nicht angeschrieben sind oder erklärt werden». Für die Kunden wichtige Einrichtungen wie Notbremse oder Feuerlöscher seien selbstverständlich bezeichnet.

Datenerfassung ist anonym laut SBB

Fahrgastzählsysteme nutzen die SBB schon seit einiger Zeit, beispielsweise durch Umfragen des Fahrpersonals. Auch andere Regionalverkehrsflotten seien mit einem automatisierten Fahrgastzählsystem ausgerüstet, so die SBB. Die Frequenzerhebung erfolgt schweizweit; nicht nur in Zügen, sondern auch in anderen Transportmitteln des öffentlichen Verkehrs.

Die Daten werden laut SBB anonymisiert erfasst. «Wie bei vielen anderen Transportunternehmungen auch, werden über diese Sensoren einzig die Bewegungen von ein- und aussteigenden Fahrgästen gezählt», sagt Ginsig.

Haben Sie die Infrarot-Sensoren auch bemerkt? Teilen Sie uns Ihre Erfahrung damit und Ihre Meinung dazu via Kommentar mit!

Tags: SBB, Schweiz

    Kommentare

    Keine Kommentare

    Sie müssen eingeloggt sein, um Kommentare zu verfassen.