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Agur 12: Provider äussern sich empört

Hosting Provider sollen gemäss einer Expertengruppe des Bundes «Internetpolizei» spielen und Download-Seiten sperren. Internetdienstanbieter und der Branchenverband Swico zeigen sich empört.

von Simon Gröflin 25.11.2013
Ob daraus was wird? Internet-Provider zeigen sich überrascht und empört Ob daraus was wird? Internet-Provider zeigen sich überrascht und empört Zoom Die Arbeitsgruppe Agur 12 hat im Auftrag der Justizministerin Simonetta Sommaruga inzwischen einen Vorschlag ausgearbeitet, der künftig Internet-Provider dazu verpflichten soll, bei Seiten mit illegalen Download-Inhalten Warnhinweise einzublenden, um Gratis-Downloads von urheberrechtlich geschützten Werken zu unterbinden.

Der Beschluss geht sogar noch weiter: In der Schweiz gehortete illegale Downloads sollen von den Anbietern gelöscht werden. Die Vorschläge der Arbeitsgruppe, werden wie NZZ am Sonntag berichtete, demnächst an das Justizdepartement weitergleitetet. In der Schweiz ist das Herunterladen von urheberrechtlich geschützten Werken für privaten Gebrauch nach wie vor erlaubt, selbst bei illegaler Quelle. Strafbar macht sich, wer selber urheberrechtlich geschütztes Material auf Tauschbörsen oder Webseiten zur Verfügung stellt.

Post aus den USA

Auslöser der Diskussionen innerhalb eines Bundesgremiums waren, wie NZZ herausgefunden hat, Briefe von Handelsvertretern aus den USA über das geistige Eigentum. Die USA zeigten sich «ernsthaft besorgt» über mangelnden Urheberrechtsschutz in der Schweiz.

Lesen Sie weiter auf der nächsten Seite: Das sagen unsere Provider dazu

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    Kommentare

    • Pacman0 25.11.2013, 15.37 Uhr

      Klar sind sind Raubkopien kein Kavaliersdelikt. Stellt sich die Frage wie es in anderen Ländern Europas aussieht. Haben die Amis auch dort angeklopft? es scheint mir dass sich unsere lieben Bundesräte seit den Bankenaffären schnell von Big Brother einschüchtern lassen.

    • swissmac 25.11.2013, 22.50 Uhr

      Irgendwie höre ich einfach gar nichts Positives mehr von dieser Bundesrätin ... Nun zu den Details: es ist ganz einfach. Die Abgaben auf den Leerträgern müssen bei einem Verbot von geschützten Downloads SOFORT wegfallen, aber so wie ich die Schweiz (seit bald 50 Jahren ....) kenne, wird das nicht passieren. Schon 100x gab's zusätzliche Gebühren für irgend etwas, das dann nicht mehr notwendig war, aber die Gebühren sind immer noch da ... und dann fragen sich die Politiker, wieso wir ihnen nic[...]

    • jodelboy 26.11.2013, 07.37 Uhr

      Ahja. Die wollen also einen Webfilter einführen, wie ihn viele Firmen am laufen haben, wo dann z. B. die Meldung erscheint "Die folgende Website wurde aufgrund von XYZ gesperrt"? Dann ist's definitiv Zeit zum Auswandern. Wenn das Internet so stark kontrolliert wird, müssen wir halt wieder auf die altbekannten Pre-20Mbit/s-Wege zurückgreifen und mit der externen Festplatte von Freund zu Freund rennen :cool:

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