Chancen und Risiken: E-Banking per Fingerabdruck

Die Schweizer IT-Firma Crealogix hat eine mobile App-Lösung mit Fingerabdruck-Option entwickelt. Doch wie sicher ist die Lösung und wie weit ist man damit schon? Wir haben den CEO vom Crealogix E-Banking und Sicherheitsexperten befragt.

von Simon Gröflin 26.02.2015

Das Schweizer Software-Unternehmen Crealogix - Anbieter der e-Banking-Applikationen der Raiffeisengruppe und verschiedener Kantonalbanken - hat ein Touch-ID-Konzept fürs Mobile-Banking ins Leben gerufen. Dies nachdem Apple die Touch-ID-Programmierschnittstelle für Drittanbieter geöffnet hat. Aufbauen soll die Authenfizierungsmethode auf dem Grundgerüst der «PortalApp» von Crealogix. Doch wie funktioniert das im Detail überhaupt?

Mobiles Zahlen auf Fingerdruck

Rein technisch gesehen, handelt es sich bei dem Touch-ID-Konzept der Crealogix um eine Software-Komponente, die sich aus einem gehärteten Browser und einem Teil nativer Software zusammensetzt. Daher können mehrere Banken wie die Kantonalbanken und die Raiffeisen das «Grundgerüst» in ihre bestehende Banking-Konzepte einbinden. Seit Apple die Touch-ID für Drittanbieter geöffnet hat, ist auch Crealogix als Software-Anbieter im Banking-Bereich auf diesen Zug aufgesprungen.

In der Praxis könnte das in etwa so aussehen: Jemand schickt mit der mobilen Bank-App direkt mit seinem Fingerabdruck die Zahlungen an die zuvor übers E-Banking-Portal freigegebenen Zahlungsempfänger. Ein anderes denkbares Szenario wäre der Fingerabdruck als Ersatz für ein «Taschenrechnerli»-Dongle, um sich einfacher übers E-Banking-Portal anzumelden.

Nächste Seite: Was denken Banken und Sicherheitsexperten?

Tags: E-Banking
Seite 1 von 3
       
       

    Kommentare

    • PC-John 26.02.2015, 18.28 Uhr

      Der Fingerabdruck als Identifikationsmerkmal? Das wird schon lange eingesetzt/ausgewertet etc., mit unterschiedlichem Erfolg. Für eine Türöffnungs-Lösung im privaten Bereich habe ich diese Möglichkeit mal genauer angeschaut. Die Probleme mit dem Fingerabdruck werden in der Fachpresse auf 2 allgemeine Mängel reduziert: 1. Die Anzahl der ungerechtfertigten Zurückweisungen ist zu hoch 2. In asiatischen Ländern sind Fingerabdrücke zuwenig different von Mensch zu Mensch. Die Möglichkeit, [...]

    weitere Kommentare

    Sie müssen eingeloggt sein, um Kommentare zu verfassen.