Grundangebot: Swisscom greift Cablecom an

Wer mit Swisscom telefoniert und Mietnebenkosten sparen will, kann ab sofort für 14 Franken zusätzlich 100 Sender via Swisscom TV empfangen. Was Sie bei einem Wechsel von einem Kabelnetzbetreiber beachten müssen.

von Simon Gröflin 17.11.2014

Swisscom baut sein Grundangebot mit Swisscom Casa aus. Das Kombi-Abo beinhaltet neu 100 TV-Sender, davon 40 in HD-Qualität. Zusätzlich erhält man einen DSL-Internetanschluss mit 2 Mbit/s Download-Geschwindigkeit und einen Festnetzanschluss. Das Angebot sei vor allem für ältere Kunden interessant, die entweder bei den Kabelgebühren eines anderen TV-Anbieters sparen wollen oder noch keinen Internetzugang hätten, meinte Swisscom-Mediensprecher Olaf Schulze im Gespräch mit PCtipp.

Festnetz, 100 Sender, Internet und Streaming

Das nun günstigste Kombi-Angebot der Swisscom kostet Fr. 39.50 im Monat und beinhaltet nebst Festnetztelefonie die Settop-Box «Swisscom TV 2.0». Kunden, die noch mit einem Röhrenfernseher fernsehen, müssten auf ein HDMI-fähiges Gerät ausweichen.  Ab dem 2. Dezember werde zudem die Funktion «Live-Pause» aufgeschaltet, damit Sendungen mit der Settop-Box jederzeit gestoppt und fortgesetzt werden können. Per Web-App können Kunden auch auf dem Tablet bzw. auf dem Smartphone fernsehen. Die Telefonkosten werden zum gewohnten Minutentarif abgerechnet.

Das ähnliche Vivo Light mit demselben TV-Grundangebot für Fr. 69.- dürfte demnächst eine Anpassung erfahren, sagte Dirk Wierzbitzki, Leiter Festnetz im Privatkundenbereich, auf Anfrage. 

Zum Vergleich: Bei UPC Cablecom kostet das unverschlüsselte TV-Grundangebot mit 64 Sendern Fr. 29.05 pro Monat, jedoch ohne zusätzliche Settop-Box. Wer beim Kabelnetzbetreiber zusätzlich die kostenlose Internetgrundversorgung von 2 Mbit/s in Anspruch nehmen will, kann bei UPC Cablecom gratis ein Modem bestellen.

Schrittweise Umgewöhnung auf IP-Telefonie

Bis Ende 2017 will Swisscom sämtliche Kunden von der analogen Festnetztelefonie auf eine IP-basierte Systemlandschaft überführen. «Wir verzeichnen fast monatlich 40'000 bis 50'000 neue Aufschaltungen IP-basierter Telefonieprodukte», bestätigt Mediensprecher Olaf Schulze.

Mit der Angewöhnung an die Swisscom-Box dürfte der Telco insbesondere ältere Kunden schrittweise in die IP-basierte Festenetztelefonie überführen wollen. Um künftig in IP-basierten Netzen die Ausfallsicherheit bei Notrufnummern gewährleisten zu können, sei bereits eine neue Swisscom-Box mit einem zusätzlichen Batteriemodul in Planung, gab der Leiter Festnetz auf unsere Frage zu verstehen.

Was Sie bei einem Wechsel beachten müssen

In der Regel entrichtet der Vermieter die monatlichen Gebühren pro Anschluss an die Kabelgesellschaft. Dem Mieter werden die Gebühren über die Nebenkosten oder über die Nettomiete verrechnet. Wie es bei Ihnen geregelt ist, können Sie im Mietvertrag nachlesen. Laut Fernmeldegesetz dürfen Abogebühren nicht erhoben werden, wenn der Mieter keinen Kabelgrundanschluss beziehen will.

Wenn Sie den Anbieter wechseln oder gar nicht fernsehen wollen, kündigen Sie das Kabel-Abo schriftlich beim Vermieter und senden eine Kopie an den Kabelnetzbetreiber. Einen entsprechenden Musterbrief (Doc) finden Sie beim Mieterverband.

Tags: Swisscom

    Kommentare

    • POGO 1104 17.11.2014, 14.02 Uhr

      Das ist falsch: Das nun günstigste Kombi-Angebot der Swisscom kostet Fr. 39.50 im Monat und beinhaltet nebst analoger Festnetztelefonie die Settop-Box «Swisscom TV 2.0». Das ähnliche Vivo Light mit demselben TV-Grundangebot, aber IP-basiertem Festnetz für Fr. 69.- dürfteNur damit es keine Missverständnisse gibt: Das in der Meldung neue "Swisscom Casa" hat ebenfalls IP-Telefonie ! Im Zusammenhang mit TV2.0 wird ausnahmslos nur noch IP-Telefonie aufgeschaltet ! Das Backend lässt gar keine a[...]

    • Simon Gröflin 17.11.2014, 14.16 Uhr

      Danke für den Hinweis. Ist korrigiert. Ist etwas missverständlich kommuniziert, oder dann muss ich das falsch verstanden haben. Gemeint ist das Abrechnungsmodell nach EconomyLINE, das beim Alten bleibt. Tatsächlich werden Kunden schon mit diesem System in die IP-Telefonie überführt. lg Simon

    • POGO 1104 17.11.2014, 14.34 Uhr

      ....Gemeint ist das Abrechnungsmodell nach EconomyLINE, das beim Alten bleibt....Richtig ! Swisscom Casa und Vivo light sind von den Internetleistungen und TV2.0 Leistungen identisch, einziger Unterschied ist "Swisscom Casa" verrechnet Telefongespräche einzeln gemäss Tarif bisherigem Analoganschluss, "Vivo Light" beinhaltet für CHF 29.50 zusätzlich eine Telefonie-Flat in alle Schweizer Netze. Ich gehe davon aus, dass die im Bericht angesprochene Verbesserung vom "Vivo Light" eine Geschwind[...]

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