Post nimmt die SMS-Briefmarke ins Sortiment auf

Nach einer einjährigen Testphase lanciert die Post nun offiziell die SMS-Briefmarke. Zu Beginn gab es noch Probleme.

von Simon Gröflin 21.08.2014
Den empfangenen SMS-Code notiert man oben rechts auf dem Couvert Den empfangenen SMS-Code notiert man oben rechts auf dem Couvert Zoom Ab dem 1. September können Kunden Briefe per SMS-Code frankieren. Der einjährige Pilotversuch sei auf grosses Interesse gestossen. Schon über 100'000 Briefe seien per SMS frankiert worden, teilte die Post mit.

Wer einen Standardbrief an eine Schweizer Adresse verschicken will und keine A-Briefmarke zur Hand hat, kann mit dem Kennwort MARKE an die Zielnummer 414 einen SMS-Code anfordern. Den empfangenen Code kritzelt man oben rechts auf den Briefumschlag - und ab die Post. So das Prinzip. Der erhaltene Code ist zehn Tage lang gültig.

Mit erfundenen Codes gratis Post verschickt

Wie der SonntagsBlick herausfand, fehlte der Post bislang noch ein Kontrollsystem zu bereits verwendeten Codes. In einem Test hatte der SonntagsBlick frei erfrundene Codes auf Couverts notiert: Die Briefe kamen aber trotz falscher Frankierung in mehreren Kantonen am Zielort an. Quasi gratis für den Absender. Mit dem neuen System sei das nicht mehr möglich, bestätigte ein Mediensprecher der Post gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Die auf den Umschlägen angebrachten Codes würden von einer Software erfasst.

Konsumentenschützer kritisieren den Preis

Bis jetzt schlägt die Dienstleistung mit 20 Rappen pro SMS zu Buche. Das Westschweizer Konsumentenforum kritisiert laut der Nachrichtenagentur nach wie vor den Preis der neuen Dienstleistung: Solange die Post die Monopolstellung über die Briefpost inne hat, dürfe der Frankierungspreis für einen A-Brief nicht höher als 1 Franken sein, meinen Konsumentenschützer.

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Factsheet: So gehts

Tags: SMS, Post

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