Schweizer zahlen kaum für Apps

Die Mehrheit der Schweizer gibt jährlich weniger als 20 Franken für Apps aus. Das auch wegen guter Kostenkontrolle. Entsprechen kommen günstige Mobilfunkangebote von Aldi und Migros gut an.

von Luca Diggelmann 07.01.2015

So wichtig den Schweizern ein gutes Smartphone ist, so wenig geben Sie für Apps aus. Laut einer Umfrage von Comparis.ch mit 4100 Teilnehmern haben 2014 nur 31 Prozent der Schweizer Handybesitzer mehr als 20 Franken in App-Stores liegengelassen. 37 Prozent der Befragten haben keinen Rappen ausgegeben.

«Die Umfrage zeigt, dass viele nicht bereit sind, für Apps überhaupt etwas zu bezahlen», so Ralf Beyeler, Telekom-Experte von Comparis.ch. «Für viele Bedürfnisse gibt es Gratis-Apps, ausserdem sehen Nutzer oft den Mehrwert von kostenpflichtigen Apps nicht.»

Auch beim Zubehör sind die Schweizer Handynutzer genügsam. Weniger als die Hälfte der Befragten hat im vergangenen Jahr mehr als 20 Franken für Schutzhüllen und anderes Zubehör ausgegeben. Immerhin haben 7 Prozent mehr als 100 Franken hingeblättert.

Die Kosten im Griff

Mit ein Grund für die niedrigen Ausgaben: Rund jeder zweite Schweizer Handynutzer gibt sich selbst ein Budget für Ausgaben rund um das Smartphone. Davon konnte sich über die Hälfte im vergangenen Jahr an die eigene Vorgabe halten. Nur gerade 13 Prozent haben Ihr Limit regelmässig überschritten.

Insgesamt sind Schweizer Handynutzer äusserst preisbewusst. 44 Prozent der Befragten hat in den letzten 12 Monaten Ihr Mobilfunkangebot gewechselt. Darin sind sowohl Anbieterwechsel, als auch Abowechsel beim gleichen Anbieter vorhanden. Mehr als ein Drittel der Wechsler gab an, dass ihr Angebot nicht den eigenen Bedürfnissen entsprochen habe. 17 Prozent wechselten das Abo wegen eines neuen Smartphones und 12 Prozent waren mit ihrem Anbieter unzufrieden. Gut ein Drittel der Wechsler, stieg wegen des Preises auf ein anderes Angebot um.

Teure Abos sind laut Ralf Beyeler eine klassische Kostenfalle und neben Telefonieren und Surfen im Ausland ein Hauptgrund für hohe Handyrechnungen. Es lohnt sich, vor dem Abschluss eines Abos die verschiedenen Angebote genau unter die Lupe zu nehmen. Auch Prepaid-Angebote sind eine veritable Alternative und für viele Nutzertypen günstiger als ein Abo.

Aldi an der Spitze – Orange knapp genügend

3800 der Befragten gaben zusätzlich an, wie zufrieden Sie mit Ihrem Mobilfunkanbieter sind. Die Krone holt sich Aldi mit einer Durchschnittsnote von 5,4. Nächster Verfolger ist die Migros mit einer Note von 5,2. Neueinsteiger UPC Cablecom kommt mit 4,9 auf den respektablen dritten Platz. Der erste Anbieter mit eigenem Netz ist die Swisscom, die sich mit einer Note von 4,8 den vierten Platz mit Coop und Yallo teilt. Sunrise und Orange belegen mit den Noten 4,5 und 4 die beiden letzten Plätze.

Besonders zufrieden sind Aldi-Kunden Besonders zufrieden sind Aldi-Kunden Zoom

Im Vergleich zum Vorjahr konnten sich Aldi (+0.3), Migros (+0.1) und Sunrise (+0.3) leicht verbessern. Yallo (-0.1) und Orange (-0.3) verloren an Kundenzufriedenheit. Die Kunden bewerteten Gesprächsqualität, Hotline, das mobile Internet, die Verständlichkeit der Kundeninformationen, die Netzabdeckung und den Preis ihrer Angebote.

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