13 Sicherheitslücken in VLC Media Player geschlossen

Der freie VLC Media Player ist jetzt in der Version 3.0.8 erschienen. Im Rahmen des Updates haben die Entwickler verschiedene Fehler behoben und insgesamt 13 Sicherheitslecks geschlossen.

von Stefan Bordel 21.08.2019

Nachdem der VLC Media Player zuletzt zu Unrecht aufgrund scheinbar kritischer Fehler für Schlagzeilen gesorgt hatte, steht nun ein grosses Update für die Open-Source-Lösung an. In der neuen Version 3.0.8 haben die Entwickler unter anderem verschiedene Fehler behoben sowie 13 Sicherheitslecks geschlossen.

So wurde etwa das adaptive Streaming verbessert und Stotterer bei Videos mit geringer Framerate ausgemerzt. Unter macOS und iOS haben die Entwickler zudem die Audioausgabe für externe Geräte verbessert. Die Hardwarebeschleunigung mit Direct3D11 für verschiedene AMD-Treiber sollte nun ebenfalls funktionieren. Gefixt wurden ausserdem Rendering-Probleme mit WebVTT-Untertiteln.

Generelle Neuerungen in VLC 3.x

Das zu Grunde liegende Major-Release mit dem Beinamen Vetinari hat dem offenen Media Player viele spannende Neuerungen beschert. Seit diesem Release ist es auf allen Plattformen möglich, Videoinhalte über H.264 und H.265 mit 8 beziehungsweise 10 Bit pro Farbkanal auszugeben. Dadurch lassen sich Videos in 4K60- und sogar 8K-Auflösung mit geringer Prozessorlast abspielen.

Darüber hinaus wurde an der Unterstützung von VR-Inhalten gearbeitet, Vetinari bietet Support für 360-Grad-Videos und 3D-Audio. Neue Videoformate und Codecs sind ebenfalls im Release-Paket enthalten, darunter WebVTT, AV1, TTML, HQX, 708 sowie Cineform. Zudem unterstützt der Player HDR und HDR Tone Mapping. Eine direkte Ansteuerung von lokalen Netzwerkspeichern erlaubt indessen der hinzugekommene Support für SMB, FTP, SFTP, NFS und andere Standards.

Aber auch an der Bedienoberfläche des freien Players hat sich etwas getan. Dank des Wechsels auf das Qt5-Framework ist ab Version 3 besserer Support für hochauflösende Bildschirme unter Windows gegeben. Des Weiteren wurde die Oberfläche für macOS-Systeme aufgeräumt und optimiert.

Linux-Nutzer dürfen sich zudem über experimentellen Wayland-Support und die standardmässige Nutzung von OpenGL freuen.

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