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Avast will nach Skandal Tochterfirma Jumpshot schliessen

Avast macht die Tochtergesellschaft dicht, die für den Verkauf von Kundendaten an andere Unternehmen verantwortlich sein soll. Abzuwarten bleibt, welche Spätfolgen der Datenskandal für den Security-Software-Anbieter hat.

von Alexandra Lindner 31.01.2020

Avast plant die Schliessung seiner Tochtergesellschaft Jumpshot. Der Grund dafür liegt aller Wahrscheinlichkeit nach im aktuellen Datenskandal rund um Avast und Jumpshot. Wie vor wenigen Tagen bekannt wurde, hatte die Tochtergesellschaft das Surfverhalten der Avast-Antivirenprogramm-Nutzer systematisch analysiert und an Unternehmen wie Microsoft und McKinsey weiterverkauft.

Bisher hatte sich der Mutterkonzern nur spärlich zu den Vorwürfen geäussert. Nun jedoch hat Avast sich mittels Blogpost an die Öffentlichkeit gewandt. «Die Kernaufgabe von Avast besteht darin, die Sicherheit der Benutzer im Internet zu gewährleisten und den Benutzern die Kontrolle über ihre Privatsphäre zu geben», sagt Ondrej Vlcek, CEO von Avast. Alle Praktiken, die das Vertrauen der Nutzer gefährden, seien für das Unternehmen hingegen inakzeptabel.

Jumpshot werde seine Händler und Lieferanten weiterhin «in voller Höhe nach Bedarf und im ordentlichen Geschäftsgrad» für Produkte und Dienstleistungen bezahlen, heisst es weiter. Weiterführende Informationen in Bezug auf das Aus der Firma sollen an Kunden und Dienstleister in Kürze folgen.

Spätfolgen für Avast noch unklar

Dieser Schritt von Avast erscheint zwar radikal, dürfte aber die Gemüter der verärgerten Kunden nur teilweise befriedigen. Mit der Schliessung der Tochterfirma glaubt sich Avast von deren zweifelhaften Praktiken reinwaschen zu können. Das Kind ist allerdings schon in den Brunnen gefallen. Dass beim Mutterkonzern völliges Unwissen über die Tätigkeiten von Jumpshot geherrscht hat, darf bezweifelt werden. Welche nachhaltigen Auswirkungen das gesamte Thema auch in Zukunft auf das Unternehmen haben wird, wird sich zeigen.


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