Banking-Trojaner Retefe ist zurück!

Das Schweizer Security-Barometer zeigt: Retefe ist zurück und gefährdet Online-Banking-User. Auch ungewolltes Krypto-Mining ist immer noch im Trend.

von Jens Stark 10.04.2018

Im März 2018 wurden in der Schweiz nochmals fast 20 Prozent mehr Netzwerkattacken abgewehrt als im Vormonat. Konkret hat Symantec im jüngsten Schweizer Security-Barometer 142'666 derartige Angriffsversuche abgefangen. Auch die Malware-Entdeckung bleibt auf einem hohen Niveau. Insgesamt gingen den IT-Security-Experten in der Schweiz 141'580 Schadprogramme ins Netz, eine Zunahme von gut 2 Prozent gegenüber dem Februar 2018.

Die geblockten Netzwerkverbindungen nehmen im März 2018 gegenüber dem Februar drastisch zu Die geblockten Netzwerkverbindungen nehmen im März 2018 gegenüber dem Februar drastisch zu Zoom© Symantec / PCtipp

Gemäss Candid Wüest, Threat Researcher bei Symantec Schweiz, wurden auch im März sehr viele Netzwerkverbindungen zu Kryptowährung schürfenden Webseiten geblockt. Kryptominer, die PC-Ressourcen von Anwendern für die Produktion von Bitcoins etc. verwenden, etablieren sich somit als Landplage.

Rückkehr eines alten Bekannten

Daneben hat Symantec in der Schweiz im März um gut 10 Prozent mehr Online-Banken-Trojaner festgestellt. Dieser Anstieg sei darauf zurückzuführen, dass Retefe wieder aktiv unterwegs sei, berichtet Wüest. Dieser Online-Banking-Trojaner werde über gefälschte Postfinance-Emails verbreitet, erklärt der Virenjäger von Symantec Schweiz. Die Mails enthalten laut Wüest dann ein Word-Dokument, das wiederum einen PowerShell-Schädling startet.

Registrierte Attacken in der Schweiz im weltweiten Verhältnis Registrierte Attacken in der Schweiz im weltweiten Verhältnis Zoom© Symantec / PCtipp
Tags: Malware

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