Diese Malware ist in der Schweiz verbreitet

Malware ist nicht überall gleich verbreitet. Einige Schädlinge sind in der Schweiz deutlich häufiger aufzufinden als anderswo, wie eine «Most Wanted»-Liste von Check Point Software Developments aufzeigt.

von Jens Stark 17.07.2019

Jeden Monat ermittelt Check Point Software Technologies die Malware-Typen, die auf Unternehmensrechnern der Schweiz und weltweit am stärksten ihr Unwesen treiben. Das Resultat ist eine «Most Wanted»-Liste für Schadsoftware.

Auch im Juni, wie schon im Mai 2019, steht mit Scar ein Trojaner an der Spitze, der derzeit hauptsächlich in der Schweiz sein Unwesen treibt. Mit einer Verbreitungsrate von 9,45 Prozent konnte er gegenüber dem Vormonat seine «Position» sogar noch etwas ausbauen. Nach wie vor vernachlässigbar ist dagegen die weltweite Verbreitung: Check Point gibt sie mit 0,57 Prozent an. Damit ist Scar derzeit klar eine helvetische «Spezialität».

Doch Scar ist nicht die einzige Malware, die Schweizer Rechner besonders ins Visier nimmt. Auch der Online-Banking-Trojaner Emotet kommt hierzulande wesentlich häufiger vor als weltweit.

Dies trifft auch auf Tofsee zu. Die fünftplatzierte Malware kommt im Juni bei uns auf eine Verbreitung von 2,4 Prozent, während sie global mit 0,13 Prozent kaum wahrnehmbar ist. Bei Tofsee handelt es sich um einen sogenannten «Trickler» oder «Dropper», der die Windows-Plattform im Visier hat. Gemäss Beschreibung von Check Point versucht diese Malware, weitere bösartige Files herunterzuladen und auf den Zielsystemen auszuführen. Dabei «verkleidet» sich Tofsee meist als Bilddatei.

Most Wanted Malware – Juni 

Most Wanted Malware im Juni dieses Jahres Most Wanted Malware im Juni dieses Jahres Zoom© Check Point

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