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Emotet-Hacker nutzen Corona-Panik

Auch im Januar 2020 fingen die Virenjäger von Check Point am häufigsten Emotet-Trojaner in Schweizer Unternehmen ab. Mails mit dem Thema Coronavirus stehen dabei als Infektionsvehikel bei den Cyberkriminellen hoch im Kurs.

von Jens Stark 18.02.2020

Auch der Januar 2020 wurde in der Schweiz wie schon in den Vormonaten vom Trojaner Emotet dominiert. Dies zeigt die aktuelle «Most Wanted»-Liste von Check Point Software Technologies. Mit dieser «Top 10» ermittelt der Cybersecurity-Spezialist jeden Monat die Malware-Typen, die Check Point auf Unternehmensrechnern der Schweiz und weltweit am häufigsten gefunden und ausgefiltert hat.

Emotet führt nicht nur erneut die Liste an. Die ursprünglich als Onlinebanking-Trojaner gestartete Malware bleibt sehr wandlungsfähig. Mittlerweile wird der Schädling meist als Türöffner genutzt, um gefährliche Ransomware nachzuladen.

Aber auch die «Nutzer» der Schadsoftware sind findig. Diese haben gemäss Check Point im Januar die weltweit herrschenden Unsicherheiten rund um das Coronavirus ausgenutzt. So verschickten sie Mails, die angeblich Auskunft darüber gaben, wo sich der Krankheitserreger ausbreitet oder sie versprachen, Tipps und mehr Infos zum Virus selbst bereitzustellen. Ziel war es aber, den E-Mail-Adressaten dazu zu verleiten, einen Anhang zu öffnen oder einem Link zu folgen, um schlussendlich die Malware auf dem Computer des Opfers zu installieren.

«Unternehmen sollten sicherstellen, dass ihre Angestellten darin geschult sind, solche thematischen Spam-E-Mails zu erkennen», kommentiert Maya Horowitz, Leiterin von Threat Intelligence und Research sowie Products bei Check Point. «Schliesslich werden diese normalerweise dazu benutzt, solche Bedrohungen zu verbreiten», ergänzt sie.

Die Malware-Nutzer verschickten E-Mails, die angeblich Auskunft darüber gaben, wo sich das Coronavirus ausbreitet oder sie versprachen, Tipps und mehr Infos zum Virus bereitzustellen Die Malware-Nutzer verschickten E-Mails, die angeblich Auskunft darüber gaben, wo sich das Coronavirus ausbreitet oder sie versprachen, Tipps und mehr Infos zum Virus bereitzustellen Zoom© Check Point

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