News 28.01.2008, 10:44 Uhr

Nokia-Aufstand: David kämpft gegen Goliath

Im Fall «Schliessung des Nokia-Werks Bochum» geht es Schlag auf Schlag. Die Mitarbeiter sind kampfbereit, das Unternehmen zeigt mittlerweile so etwas wie ein soziales Gefühl. Imagesache?
Die drohende Nokia-Werks-Schliessung, setzt in etwa 2300 Beschäftigte auf die Strassen Bochums. Der kürzlich verkündete Jahres-Nettogewinn von 7,2 Milliarden Euro klingt dabei wie blanker Hohn. Nokia will seine besagte Produktionsstätte Mitte 2008 schliessen und nach Rumänien, Ungarn und Finnland verlegen. Deutsche Politiker boykottieren Nokia-Produkte bereits, zumal Gerüchte über einen Auflagen-Verstoss, absichtlich falsch berechnete Produktionskosten sowie Verwürfe des Subventionsmissbrauchs das Unternehmen Nokia in den Schlamm ziehen. Demonstrationen, Gespräche mit der Unternehmensleitung – nichts hat gefruchtet. Die Handy-Bude soll trotzdem gesperrt werden.

Nokia zeigte sich bislang eher kalt, sogar arrogant auf Grund seines Weltmarktanteils von rund 40 Prozent. Mittlerweile bietet Nokia den Mitarbeitern an, nach Rumänien mit auszuwandern. Der Monatslohn soll dann zwischen 170 und 238 Euro (280 bis 390 Franken) liegen.



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