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Offensive gegen Cyberkriminalität

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern ist besorgt über die starke Zunahme der Cyberkriminalität. Nun werden Massnahmen zur Bekämpfung gefordert.

von Jens Stark 20.02.2019
Die wenigsten Cybercrime-Fälle können verfolgt werden Die wenigsten Cybercrime-Fälle können verfolgt werden Zoom© Kanton Luzern

Die Staatsanwaltschaft Luzern hat dieser Tage die Kriminalstatistik für das Jahr 2018 vorgelegt. Darin beobachtet sie auch eine besorgniserregende Entwicklung im Bereich der Cyberkriminalität. Insgesamt wurden 469 Fälle erfasst, in denen mithilfe von Informations- und Kommunikationstechnologien Delikte verübt wurden. Die Deliktsformen sind sehr unterschiedlich und reichen von Kinderpornografie über Handel mit Drogen und Waffen bis zu professionell organisierten Anlage- und Bestellungsbetrügen.

Was allerdings den Strafverfolgern mehr zu schaffen macht als die schiere Anzahl der Fälle: Die wenigsten Straftaten können geahndet werden. So mussten die Luzerner Behörden einen Grossteil (2/3) der Fälle sistieren, weil die Täterschaft nicht eruiert werden konnte.

Am häufigsten geht es laut der Statistik auch in der Cyberkriminalität um Vermögensdelikte wie Betrügereien. 89 Prozent der Fälle werden in dieser Kategorie verübt.

Staatsanwaltschaft will handeln

Als Reaktion auf die Zunahme der Cyberkriminalität will die Staatsanwaltschaft Luzern so schnell wie möglich die notwendigen Ressourcen aufbauen, um gegen die virtuelle Kriminalität anzukämpfen. «Ohne schnelles Handeln wird uns die Cyberkriminalität überrollen!», befürchtet der Oberstaatsanwalt Daniel Burri gemäss einer Mitteilung.

Nötig seien vor allem spezialisierte Staatsanwälte und eine zeitgemässe Infrastruktur, wozu geeignete Arbeitsplätze und Arbeitsinstrumente zählen. In einem neu zu lancierenden Projekt Cyberkriminalität wolle die Staatsanwaltschaft in Zusammenarbeit mit der Luzerner Polizei diese Thematik angehen und den Handlungsbedarf gegenüber den politischen Behörden aufzeigen.


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