Old-School-Abzocke: Betrüger kassieren mit Fax-Falle ab!

Unter dem Vorwand, für offizielle Stellen Adressaktualisierungen zu machen, jubeln Kriminelle Usern verbindliche Verträge unter – per Fax!

von Florian Bodoky 14.05.2019

Simpel, aber leider offenbar effektiv: Cyberkriminelle versuchen, an das Geld von Schweizer Internetusern, hauptsächlich Firmen, zu kommen. Freilich, ohne dafür eine Gegenleistung zu erbringen. Und das machen sie so:

Sie melden sich unter dem Namen Elmach Print Service per Telefon oder Fax. Sie geben vor, Telefonverzeichnisse zu aktualisieren. Dabei versuchen die Betrüger, den Eindruck zu erwecken, im Auftrag bekannter Portale wie local.ch oder search.ch zu handeln.

Das Formular, das die Adresse des jeweils angeschriebenen Opfers enthält, soll als Bestätigung für die Korrektheit der Adresse unterschrieben werden. Was nicht auf den ersten Blick klar wird: Mit dieser Unterschrift geht der Empfänger einen kostenpflichtigen Vertrag mit zwei Jahren Mindestdauer ein. Anschliessend erhält man eine Rechnung von 1500 Franken. Wird dieser Betrag nicht entrichtet, wird man von einer Schweizer Inkassogesellschaft kontaktiert, die mit Betreibung droht.

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) hat bereits bestätigt, von diesen Vorkommnissen Kenntnis zu haben.

Perfide: Gerade bei der Fax-Variante erscheint oft eine Schweizer Nummer als Absender. Die Schwindelfirma scheint ihren Sitz aber im westfälischen Lüdenscheid zu haben. Das SECO hat ein Dokument verfasst, das Tipps zur Prävention beinhaltet. Mit solchen Maschen in Sinne einer Abofalle bzw. des Adressbuchschwindels sind verschiedenste Betrüger schon seit vielen Jahren unterwegs.


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