News 03.12.2014, 11:37 Uhr

Wire will die Kommunikation revolutionieren

Eingebettete Videos, Pings, VoIP und Chat in einem: Wire will die moderne Kommunikation verändern. Dabei sollen Skype-Mitgründer Janus Friis und Server in der Schweiz helfen.
Wire ist eine neu lancierte Kommunikationsplattform, die verschiedene Funktionen anderer Dienste zusammenfügt und zu einem neuartigen System verschmilzt. Neben den verbreiteten Kurznachrichten bietet Wire auch Sprachtelefonie und Datenaustausch an. Dabei können Videos von YouTube und Audio-Dateien über Soundcloud direkt in den Chatverlauf eingebunden und dort abgespielt werden. Für die Zukunft sind weitere Dienste geplant.
Wire will die Kommunikation per App neu erfinden
Unterstützt wird die Plattform unter anderem von Skype-Mitgründer Janus Friis, der in Wire die nächste Revolution nach Skype sieht. «Skype wurde vor mehr als zehn Jahren gestartet», so Friis. «Vieles hat sich seither verändert». Laut Friis ist es Wire gelungen, Kommunikationswerkzeuge zu schaffen, die gleichzeitig schön und nützlich seien. Deshalb glaub Friis auch daran, dass Wire die Revolution schaffen kann. «Wire ist etwas wirklich Neues, nicht einfach eine kleine Verbesserung», meint Friis gegenüber dem Guardian.
Derzeit ist Wire für Android, iOS und OS X verfügbar. Eine HTML5-Version für Browser soll im kommenden Quartal erscheinen und damit auch Windows-PCs beliefern.

«Die Schweizer achten sehr stark auf Privatsphäre»

Neben der Vielfalt an Funktionen soll auch die Sicherheit ein Argument für Wire sein. Der Firmensitz von Wire wurde bewusst in der Schweiz gewählt. «Wenn jemand auf unsere Daten zugreifen will, gibt es einen formalen und gut regulierten Prozess dafür in der Schweiz», so Wire-CEO Jonathan Christensen. «[Die Schweizer] achten sehr stark auf Privatsphäre».
Wire setzt zudem auf End-to-end-Verschlüsselung bei Sprachanrufen und Verschlüsselung zwischen Server und Client bei Textnachrichten und Medien. In Bezug auf die kürzlich verbreitete EFF-Scorecard meint Christensen, dass einige Kriterien sehr schwer zu erreichen seien. «Bei Gruppenchats und End-to-end-Verschlüsselung werden sehr viele Schlüssel ausgetauscht», so Christensen. «Ab einem gewissen Punkt wird das Produkt unbrauchbar».
Die Plattform wurde von drei Entwicklern mit Hintergründen bei Skype, Microsoft, Telio und Vdio konzipiert und wird derzeit von rund 50 Angestellten im Entwicklungszentrum in Berlin entwickelt. Der Firmensitz von Wire liegt in Zug. Viele der Angestellten kommen von grossen Unternehmen wie Apple, Skype, Nokia und Microsoft.



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