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WhatsApp wurde gehackt – Facebook empfiehlt Update

WhatsApp wurde gehackt, wodurch Überwachungs-Software auf Smartphones installiert werden konnte. Die Sicherheitslücke kann mit einem Update repariert werden.

von Florian Bodoky, dpa, Susanne Gillner 14.05.2019

Der Chatdienst WhatsApp hat eine Sicherheitslücke geschlossen, durch die Überwachungs-Software auf Smartphones installiert werden konnte. Die Geräte konnten mit einem präparierten WhatsApp-Anruf infiziert werden, da die Schwachstelle in der Umsetzung der Internettelefonie lag.

Hinter der Angriffstechnologie werde die israelische Firma NSO vermutet, die Spionagewerkzeuge an Regierungen verkauft, berichteten unter anderem die «Financial Times» und der Blog «TechCrunch». WhatsApp geht davon aus, dass Ziel der Angriffe lediglich einige ausgewählte Nutzer geworden sein dürften.
So war wohl ein Menschenrechtsanwalt in Grossbritannien am Wochenende Ziel einer versuchten Cyberattacke über die Schwachstelle geworden, wie die «Financial Times» unter Berufung auf Forscher des Citizen Lab an der Universität von Toronto berichtete. Der Angriff sei durch die von WhatsApp unternommenen Gegenmassnahmen aber gescheitert, hiess es.

Lücke innerhalb weniger Tage geschlossen

Der zum Facebook-Konzern gehörende Chatdienst erfuhr Anfang Mai von dem Problem und schloss die Lücke innerhalb weniger Tage. Betroffen waren sowohl Smartphones mit Googles Android-System als auch Apples iPhones, Telefone mit Microsofts Windows Phone und Samsungs Tizen, wie aus einem in der Nacht zum Dienstag veröffentlichten technischen Hinweis hervorgeht. WhatsApp schaltete auch US-Regierungsbehörden für Ermittlungen ein.

Das bekannteste Produkt der Firma NSO ist eine Software mit dem Namen Pegasus, die nach bisherigen Informationen Mikrofon und Kamera eines Telefons aktivieren, Standortdaten sammeln sowie E-Mails und Kurzmitteilungen durchsuchen kann. NSO betonte in einer Stellungnahme an die «Financial Times», das Unternehmen setze seine Werkzeuge nicht selbst ein, das machten nur Geheimdienste und Sicherheitsbehörden.

Auch wenn nur ausgewählte User betroffen sind, rät Facebook allen Nutzern, ein Update der WhatsApp-Anwendung zu installieren.

So aktualisieren Sie eine Android-App richtig

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