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Avast veröffentlicht erste Version nach Datenskandal

Avast veröffentlicht seinen Virenscanner in Version 20.1. Viel Neues ist, abgesehen von einer Browser-Erweiterung, nicht dabei. Neben diversen Bug-Fixes hat der Anbieter jedoch die Status Messages vereinfacht und überflüssige Pop-up-Werbung abgeschaltet.

von Alexandra Lindner 27.02.2020

Der Antivirenspezialist Avast hat Kundendaten ungefragt an andere Unternehmen verkauft (PCtipp berichtete). Diese Nachricht verbreitete sich Ende Januar wie ein Lauffeuer unter den Nutzern der Software und anderen Interessierten. Inzwischen hat Avast die für den Skandal verantwortliche Tochterfirma Jumpshot dichtgemacht. Nun versucht das Unternehmen, zum geregelten Alltag zurückzukehren und hat seinen Virenscanner in Version 20.1 an den Start gebracht.

Unter anderem bekommt die 2020er-Version der Lösung eine neue Browser-Extension. Damit kann der Virenscanner direkt in Firefox und Co. integriert werden und sichert den Netzwerkverkehr direkt beim Surfen ab. Verbessert wurden ausserdem die teilweise recht unverständlichen Status Messages, die dem Nutzer auf dem Hauptbildschirm angezeigt werden.

Wurde trotz Schutzprogramm ein bösartiger Angriff auf den betreffenden Rechner gestartet, bietet die «Rescue Disk» die Möglichkeit zur Wiederherstellung. In der Vergangenheit kam es mit dieser allerdings zu Schwierigkeiten. Wie Avast mitteilt, wurden die Fehler inzwischen behoben und die CD funktioniert nun wieder einwandfrei.

Behoben wurden ausserdem zahlreiche Bugs. Darunter ein Problem mit dem «Smart Scan». Das Feature meldete nach einem Scan stets, keine Probleme gefunden zu haben – unabhängig davon, ob dem tatsächlich so war oder nicht. In anderen Fällen konnte der Smart Scan seine Arbeit gar nicht erst beenden und stürzte ab. Auch dieses Ärgernis ist laut Anbieter nun beseitigt.

Schluss mit überflüssiger Pop-up-Werbung

Nicht zuletzt machten einigen Nutzern von Avast Cleanup Premium Werbe-Pop-ups zu schaffen. Obwohl die Anwender das Reinigungs-Tool bereits verwendeten, wurden immer wieder entsprechende Produktangebote angezeigt. Damit soll jetzt Schluss sein. Vielmehr soll die Offerte nur noch Nutzern aufploppen, die dieses tatsächlich noch nicht beziehen.

Wird die Schutzlösung von Avast bereits verwendet, erfolgt das Update über die Einstellungen im Menü. Alternativ kann die aktuelle Version jedoch auch direkt von der Webseite des Anbieters heruntergeladen werden.

Avast hat sich aufgrund des Datenskandals bei den Nutzern entschuldigt und durch das Abstossen des verantwortlichen Firmenzweigs versucht das Unternehmen, sein Image zu wahren beziehungsweise den Schaden in Grenzen zu halten. Dennoch wird es wohl noch eine ganze Weile dauern, bis das Vertrauen der Nutzer wiederhergestellt ist.


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