Cyberduck 7 kommt mit Download-Turbo

Die Schweizer Open-Source-Lösung Cyberduck ist ab sofort in der Version 7 verfügbar. Mit dem Update erhält der Client Unterstützung für segmentierte Downloads, die wesentlich höhere Datenraten erlauben.

von Stefan Bordel 10.06.2019

Cyberduck – das in Bern entwickelte Allround-Werkzeug für Up- und Downloads – ist jetzt in Version 7 erschienen. Highlight des Updates sind die neuen segmentierten Downloads, die das Herunterladen von Dateien schneller und stabiler gestalten sollen. Mit der Funktion erreicht Cyberduck mindestens die doppelte Download-Rate, so der Entwickler in einem Blogpost.

Bei segmentierten Downloads werden mehrere parallele Verbindungen zum jeweiligen Server oder Cloud-Service aufgebaut. Bislang unterstützte Cyberduck lediglich Einzelverbindungen für das Herunterladen von Dateien. In den Einstellungen lässt sich die Funktion unter dem Reiter Dateitransfers im Bereich Downloads ein- und ausschalten. In Cyberduck 7 sind die segmentierten Downloads standardmässig vorkonfiguriert.

Bei internen Tests der Cyberduck-Entwickler konnte mit den segmentierten Downloads auf einer AWS-EC2-Instanz die Datenrate von 20 MByte/s auf 40 MByte/s angehoben werden. Bei einem lokalen Minio S3 Server war sogar eine Steigerung von 200 MByte/s auf 1 GByte/s möglich.

Neue Funktionen in Cyberduck 7

Neben den segmentierten Downloads umfasst das Update auf Version 7 auch noch weitere Neuerungen. Zum Beispiel lassen sich nun temporäre Download-Links für Dropbox erstellen, die nach vier Stunden ablaufen. Darüber hinaus können Nutzer von Google Drive einzelne Dateien nun öffentlich zugänglich machen und die dazugehörige URL mit Cyberduck kopieren. Für die Microsoft OneCloud ist ebenfalls eine Neuerung mit an Bord, auch hier ist nun das Erstellen von Links zum Teilen von Dateien möglich. Alle weiteren Änderungen und Bugfixes sind im offiziellen Changelog vermerkt.

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