EU: WhatsApp erst ab 16 zugelassen – Schweizer erhalten Meldung

Ein neuer Passus in der EU-Datenschutz-Grundverordnung regelt, dass das Mindestalter für den Gebrauch von WhatsApp auf 16 Jahre angehoben wird. Schweizer erhalten ebenfalls eine Meldung.

von dpa 26.04.2018

Der Messaging-Dienst WhatsApp hebt bei der Umsetzung der neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung das Mindestalter für seine Nutzer von 13 auf 16 Jahre an. Die Verordnung verlangt allerdings keine harte Kontrolle der Altersgrenze – etwa durch das Hochladen eines Altersnachweises. Bis anhin müssen lediglich die neuen Datenschutzbestimmungen akzeptiert werden.

Neue und bestehende WhatsApp-Nutzer werden demnächst in der App gefragt, ob sie älter als 16 sind. Gemäss WhatsApp-Beta-Testern (aktuell Version 2.18.127) aus der Schweiz ist bei ihnen bereits eine entsprechende Meldung mit aktualisierten Nutzungsbedingungen erschienen. Die ab dem 25. Mai greifenden EU-Regeln erfordern bis zu diesem Alter die Zustimmung der Eltern zur Datenverarbeitung. Der WhatsApp-Eigentümer Facebook entwickelte ein Verfahren, um diese Freigabe einzuholen. Der weitgehend eigenständig agierende Chat-Dienst verzichtet dagegen darauf. Ausserhalb Europas bleibt das Mindestalter bei 13 Jahren.

Neue Tochterfirma in Irland

WhatsApp richtete für die Verarbeitung der Daten europäischer Nutzer zudem eine neue Tochterfirma in Irland ein, wie das Unternehmen in einem Blog-Eintrag bekannt gab. Das bedeutet zugleich nicht, dass die Daten auch ausschliesslich innerhalb der EU lagern werden. WhatsApp betont, dass Inhalte der Kommunikation bei dem Dienst durch sogenannte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nur für Absender und Adressat sichtbar sind, aber nicht für den Dienst selbst. Entsprechend überschaubar werden daher auch die gesammelten Daten ausfallen, die man gemäss der Datenschutz-Grundverordnung als Nutzer herunterladen kann. Diese Funktion solle in den kommenden Wochen umgesetzt werden, kündigte WhatsApp an.

Es bleibe vorerst dabei, dass Account-Informationen nicht mit der Mutter Facebook zur Personalisierung der Werbung beim Online-Netzwerk verwendet werden. Facebook stelle zugleich die Infrastruktur und es würden Telefonnummern ausgetauscht, die Spam-Nachrichten verbreiteten. Allerdings betonte WhatsApp auch, dass man zukünftig enger mit anderen Facebook-Unternehmen zusammenarbeiten und die User über neue Entwicklungen auf dem Laufenden halten wolle.

Tags: Whatsapp

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