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Linux Mint 19.3 alias Tricia geht an den Start

Linux Mint ist in der neuen Version 19.3 mit dem Beinamen Tricia erschienen. Mit dem Update erhält die Linux-Distribution eine Reihe neuer Standard-Anwendungen sowie viele Detail-Verbesserungen.

von Stefan Bordel 19.12.2019

Für Nutzer von Linux Mint beginnen die Weihnachtsfeiertage dieses Jahr schon etwas früher. Die Entwickler haben nach einer kurzen öffentlichen Beta-Phase nun die neue Version 19.3 der beliebten Linux-Distribution veröffentlicht. Das neue Release trägt den Beinamen Tricia, zu den grossen Neuerungen des Updates zählen neue Standard-Apps sowie viele kleine Detail-Verbesserungen.

Neue Standard-Apps in Linux Mint 19.3

So tauschen die Entwickler etwa die umfangreiche, aber gleichfalls auch schwer zu meisternde Bildbearbeitung Gimp mit der einfacher strukturierten App «Drawing» aus. Für simple Aufgaben sei das Programm ausreichend gerüstet und damit für Anfänger attraktiver. Wer hingegen eine ausgewachsene Photoshop-Alternative benötigt, der kann Gimp immer noch über die Software-Verwaltung nachinstallieren.

Der eigens vom Linux-Mint-Team entwickelte Xplayer wird in Version 19.3 ebenfalls ersetzt. Statt der auf GStreamer / ClutterGST basierenden Anwendung kommt künftig das Tool Celluloid zum Einsatz, das dank Hardware-Beschleunigung eine weitaus bessere Performance verspricht.

System Reports informiert über fehlende Treiber, Codecs und Updates System Reports informiert über fehlende Treiber, Codecs und Updates Zoom© Linux Mint

Das Notiz-Tool Tomboy fällt ebenso dem Rotstift zum Opfer, als Ersatz ist das modernere Gnote als Standardlösung in Linux Mint vorgesehen.

System Reports, Cinnamon 4.4 & Nemo

Der Changelog von Linux Mint 19.3 umfasst allerdings nicht nur ausgetauschte Standard-Programme. Auch einige Neuerungen haben die Entwickler für ihre Nutzerschaft parat. Beispielsweise informiert künftig das Tool «System Reports» über mögliche Probleme im System wie etwa fehlende Übersetzungspakete, Mediacodecs oder Hardware-Treiber.

Unterdessen erlaubt der hauseigene Cinnamon-Desktop, welcher in Version 4.4 vorliegt, nun die individuelle Konfiguration der Textgrösse in den unterschiedlichen Panel-Bereichen (Links, Mitte, Rechts beziehungsweise Oben, Mitte, Unten bei vertikalen Layouts). Zudem können die Einträge des Kontextmenüs im Nemo-Dateimanager jetzt frei angepasst werden.

Wie gehabt ist Linux Mint mit den drei Desktop-Umgebungen Cinnamon, Mate und Xfce erhältlich. Als technologische Basis dient bei allen Varianten Ubuntu 18.04. Bestehende Nutzer können das Release über den Update Manager einspielen. Die Entwickler werden Linux Mint 19.3 noch bis 2023 mit Updates versorgen, spätestens dann ist ein Umstieg auf eine neuere Version erforderlich.


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