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Microsoft Defender erhält Manipulationsschutz

Microsoft stattet seine hauseigene Security-Lösung mit einem Manipulationsschutz aus. Damit soll der Microsoft Defender vor Eingriffen durch Schadsoftware bewahrt werden.

von Stefan Bordel 02.04.2019

Bereits im vergangenen Jahr kündigte Microsoft an, seine Schutzlösung für Windows 10 über eine Sandbox abzusichern. Durch diesen Schritt sei das Betriebssystem selbst bei einer Kor­rum­pie­rung des Virenschutzes noch sicher. Aufbauend auf dieser Technologie erhält nun auch der Microsoft Defender selbst eine Schutzfunktion, die Manipulationsversuche an der Security-Lösung vereiteln soll.

Die Tamper Protection soll den Virenschutz in Windows 10 vor Manipulationen bewahren Die Tamper Protection soll den Virenschutz in Windows 10 vor Manipulationen bewahren Zoom Für Heimanwender wird das Feature standardmässig im Zuge der kommenden Windows Updates aktiviert, insofern der Nutzer den Cloud-Schutz der integrierten Security-Lösung eingeschaltet hat. Nachträglich kann die sogenannte Tamper Protection in den Einstellungen aktiviert werden. Firmenkunden mit einer Lizenz für Microsoft Defender ATP stellen die Funktion unterdessen über das Intune-Verwaltungsportal scharf. Lokale Nutzer mit Admin-Rechten können den Manipulationsschutz hier nicht deaktivieren.

Die Tamper Protection soll verhindern, dass Angreifer oder schadhafte Programme unbemerkt Änderungen an der Sicherheitskonfiguration des Systems vornehmen. Abgesichert werden über diese Funktion unter anderem: Echtzeitschutz, Cloud-basierter Schutz, IOAV sowie die Verhaltensüberwachung.

Aktuell ist die Tamper Protection lediglich in den Vorabversionen von Windows 10 erhältlich. Final wird der Manipulationsschutz wohl mit dem anstehenden Feature Update auf Windows 10 Version 1903 an den Start gehen.


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