Post: über 74'000 eingeschriebene Briefe ohne Unterschrift

Post-Handscanner der Zustellboten haben wegen eines Software-Problems die Unterschriften der Empfänger von Briefen und Paketen teilweise nicht abgespeichert.

von Claudia Maag 21.11.2018

Ein Software-Problem hat dazu geführt, dass Handscanner der Zustellboten die Unterschriften der Empfänger von Briefen und Paketen teilweise nicht abgespeichert haben. Dies hat zur Folge, dass bei eingeschriebenen Sendungen Unterschriften fehlen.

Vom 11. August bis zum 13. Oktober verwarf das Gerät aufgrund eines Software-Problems die Unterschrift ohne Fehlermeldung – wenn es die Geodaten (GPS) nicht abrufen konnte. Der Handscanner hält bei der Zustellung neben der Signatur auch die Geodaten fest. Durch den Fehler wurden die Unterschriftsbilder von 74'000 Brief- und 440'000 Paketsendungen nicht abgespeichert, wie die Post in einer Mitteilung schreibt.

Rund 18'000 Scanner neu programmiert

Das technische Problem wurde laut Post mit einem Software-Update behoben. Die 18'800 Handgeräte konnten mittlerweile neu programmiert werden. Man habe zusätzliche Kontrollmassnahmen etabliert, damit sich ein solcher Software-Fehler nicht wiederhole. Die Post bedauere den Vorfall, wie es in der Mitteilung heisst. 

Post kann Zustellung trotzdem nachvollziehen

Die Schweizerische Post schreibt weiter: «Der konkrete Weg einer Sendung ist unabhängig von der Unterschrift nachvollziehbar.» Das gelte auch für die Namen der Empfänger, welche die betroffenen Sendungen entgegengenommen hätten. «Damit kann die Post nachverfolgen, dass die Sendungen zugestellt worden sind.»


    Kommentare

    • knobli 21.11.2018, 22.00 Uhr

      Unterschriften? Das jämmerliche Gekritzel, das diese Geräte abspeichern, kann eh kein Mensch lesen.

    • karnickel 24.11.2018, 10.20 Uhr

      Genau. Deshalb, wenns ein Einschreiben sein soll, immer mit Rückschein. Auf Papier gerichtswirksam, anders macht sowas keinen Sinn. Bei der Schweizerischen Poscht heisst das Ding AR.

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