Firmenlink

ESET

 

Schweiz: Roaming-Falle ist passé!

Das Vergleichsportal Comparis ist der Frage nachgegangen, ob Roaming-Kosten für Schweizer Handy-Nutzer noch immer ein Problem seien. Die Antwort: kaum.

von Florian Bodoky 08.08.2019

Roaming, also die Handy-Nutzung im Ausland, war lange Zeit ein Dorn im Auge der Schweizer. Umso mehr, als die EU beschlossen hat, innerhalb der Mitgliedsstaaten zusätzliche Gebühren gänzlich abzuschaffen. Schweizer hingegen guckten in die Röhre und bezahlten ein Vielfaches dessen, was sie innerhalb der eigenen Landesgrenzen schuldig geblieben wären.

Zwar ist es heute immer noch so, dass Schweizerinnen und Schweizer mit zusätzlichen Kosten konfrontiert sind, wenn sie das Handy jenseits der Landesgrenzen benutzen. Jedoch haben sich drei entscheidende Faktoren zum Positiven geändert.

  1. Transparenz: Unabhängig vom Abo erhalten User eine SMS-Benachrichtigung, wenn sie die Landesgrenzen überqueren. Meist gleich mit einem Vermerk, mit welchen Gebühren zu rechnen ist. Zudem gibts die Cockpits (die gratis anzusurfen sind), die über den Datenverbrauch, respektive den Guthabenrest informieren. Auch einen automatischen Datenunterbruch jenseits der Landesgrenzen kann man aktivieren, sodass man nicht mal mehr daran zu denken braucht.
  2. Inkludiertes Datenvolumen: Nicht selten enthalten Handy-Abos heute ein Datenkontingent, das in der EU und manchmal sogar in den USA verbraucht werden kann – ohne Extrakosten.
  3. Pauschalpakete: Alle Telkos bieten pauschale Datenpakete in verschiedenen Grössen an. Diese sind günstiger als der normale Tarif und bereits ab relativ kleinen Datenmengen verfügbar.

Schweizer sind sich dieser Möglichkeiten offenbar gewahr, wie die Studie von Comparis zeigt. Lediglich 7,6 Prozent (Telefonie), respektive 8,1 Prozent (Datenübertragung) der Befragten geben an, sich diesbezüglich schlecht informiert zu fühlen. Bei Usern mit inkludierten Datenvolumen sind es lediglich 2 Prozent, die angeben, schlecht Bescheid zu wissen. Auch unerwartet hohe Kosten sind beim Roaming nicht mehr an der Tagesordnung: Nur 14,3 Prozent der Befragten sind in den vergangenen 12 Monaten von hohen Kosten wegen Roaming überrascht worden, davon waren 61 Prozent der Nutzer ohne Abo mit Inklusivdaten fürs Ausland unterwegs. Dass 39 Prozent der Nutzer trotz inkludiertem Auslandsguthaben von Zusatzkosten überrascht wurden, kann man wohl der Unkenntnis darüber zuschreiben, welche Smartphone-Aktivität wie viel Datenverkehr verursacht.


    Kommentare

    • EMkaEL 11.08.2019, 14.35 Uhr

      Comparis träumt wohl.. genau das gegenteil ist der fall! So heftig schlägt die Roaming-Falle zu «1 GB Daten-Roaming kostet 45'000 Franken» Über diese 12 Dinge ärgern sich die Schweizer drei aktuelle beispiele von nur einem medienportal.

    • gucky62 12.08.2019, 09.19 Uhr

      Hallo im Artikel seht ja auch, das sich die meisten Kunden den Roaming-Kosten nun bewusster sind und entsprechende Optionen vorher kaufen, bzw. deren Abos schon entsprechende Roaming Leistungen enthält. Der Nutzer ist nun einmal selbst verantwortlich, das Er sich auch mal darum kümmert und entsprechend handelt. Die entsprechenden Angebote der Provider sind nun vorhanden. Wenn man sich nicht darum kümmern will, dann ist man wirklich selbst Schuld. Alles hat seinen Preis und sein eigenes Nutz[...]

    weitere Kommentare

    Sie müssen eingeloggt sein, um Kommentare zu verfassen.