Warum der Internet Explorer definitiv ausgedient hat

Der Internet Explorer sollte nicht mehr als Browser eingesetzt werden. Fachleute erklären, wieso.

von Stefan Bordel 12.02.2019

Bereits im Dezember vergangenen Jahres hatte sich Microsoft von der Entwicklung der eigenen Browser-Engine EdgeHTML losgesagt. Ende Januar folgte dann die Ankündigung für den endgültigen Support-Stopp des Internet Explorers 10. Und nun empfiehlt der Redmonder Sicherheitsexperte Chris Jackson im Windows IT Pro Blog gar, zum Surfen im Internet gänzlich auf den Internet Explorer zu verzichten. Denn dieser Browser sei in erster Linie eine Kompatibilitätslösung für alte Web-Anwendungen.

Wie Jackson in seinem Blogpost ausführt, sei der Internet Explorer traditionell zugunsten von Einfachheit und Kompatibilität entwickelt worden. Das ging allerdings auf Kosten moderner Web-Technologien. Und während private Nutzer heutzutage zumeist mit Google Chrome oder Mozilla Firefox im Netz unterwegs sind, verharren zahllose Unternehmen aufgrund von Legacy-Anwendungen beim Internet Explorer.

Internet Explorer ist kein Browser

Für die Ausführung von Altprogrammen mag der Internet Explorer zwar durchaus tauglich sein, modernen Web-Apps ist die Lösung hingegen nicht mehr gewachsen. Daher appelliert Jackson dazu, den Internet Explorer weniger als Web-Browser, sondern vielmehr als Kompatibilitätslösung zu sehen.

Probleme mit alten Unternehmensanwendungen, die sich nicht ohne Weiteres für aktuellere Plattformen konvertieren lassen, sind in vielen Firmen auch ein Grund dafür, um nicht auf Windows 10 oder andere moderne Betriebssysteme und Web-Browser umzusteigen.

Für einen möglichst komfortablen Umzug auf den Internet Explorer 11 oder Windows 10 bietet Microsoft seinen Kunden daher einerseits den Enterprise-Modus im Browser sowie andererseits den FastTrack-Migrationsdienst Desktop App Assure an. Bei Letzterem handelt es sich um einen Service, bei dem die Redmonder aktiv die Überführung von Windows-7-Anwendungen in Windows 10 unterstützen.


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