Windows 10 S bald nicht mehr eigenständig

War Microsofts Chrome-OS-Angriff ein einziger grosser Flop? Das beschnittene Windows 10 S, das nur Apps aus dem Store zulässt, wird es bald nicht mehr als Einzellizenz geben.

von Simon Gröflin 26.01.2018

Viele Anwender aktualisieren wohl gleich ihren neu gekauften Surface Laptop mit Windows 10 S auf Windows 10 Pro. Zunächst stand Microsofts abgespeckte Variante nur auf dem Surface Laptop als vorinstalliertes Betriebssystem zur Verfügung. Seit knapp einem Jahr stellte Microsoft auch der breiten Masse ein Installationswerkzeug zur Verfügung, das kostenlos heruntergeladen werden kann. Microsofts «Light»-Version von Windows 10 kann als Konkurrenzprodukt zu Chrome OS angesehen werden, erhält aber dieselben Updates wie Windows 10. Hauptunterschied: Auf Windows 10 S lassen sich nur Apps aus dem Windows Store installieren und keine Programme über Exe-Dateien ausführen.

Floppt Windows 10 S? Floppt Windows 10 S? Zoom

Rauf und runter

Das wiederum minimiert die Gefahr von zu viel Software-Ballast und verhilft dem OS zu besserer Langzeitstabilität. Der gewaltige Nachteil ist jedoch, dass der gesamte Katalog an wichtigen Windows-Programmen nicht zur Verfügung steht. Nun gibt es Hinweise, dass Windows 10 S bei Microsoft gar nicht mehr als SKU (Artikelnummer) aufgeführt wird und ein Eintrag zu einem sogenannten «S-Modus» aufgetaucht sei. Man kann annehmen, dass demnach Hardware-Partner von Microsoft künftig auch Windows 10 S als optionales Downgrade anbieten könnten.

Einen ersten Hinweis liefert Microsoft. In den USA bieten die Redmonder bereits eine spezielle Version des Surface Laptops mit Windows 10 Pro an. Diese kostet aber auch 100 US-Dollar mehr. Etwas merkwürdig an dem Angebot ist jedoch der Preisunterschied, zumal ein Upgrade von Windows 10 S auf Windows 10 Pro weiterhin kostenlos bleibt und sehr einfach durchzuführen ist.


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