Adobe arbeitet an sprachgesteuerter KI für Dokumente

Mit Adobes Intelligent Agents lassen sich Dokumente mittels natürlicher Sprache durchsuchen und bearbeiten. Nun will Adobe noch weiter gehen.

von Stefan Bordel 28.03.2019

Adobe liefert auf seinem hauseigenen Summit in Las Vegas mit den Summit Sneaks einen Vorgeschmack auf künftige Lösungen und Technologien. So arbeiten die US-Amerikaner derzeit etwa an einer sprachgesteuerten KI-Lösung, die das Arbeiten mit umfangreichen Dokumenten vereinfachen soll.

Mit den sogenannten Intelligent Agents lassen sich Dokumente mittels natürlicher Sprache durchsuchen und bearbeiten. Die KI führt den Nutzer dabei nicht nur zu den gesuchten Textpassagen, sondern erlaubt auch kontextuelle Vergleiche zu anderen Dokumenten. Der gesamte Vorgang wird in Echtzeit erledigt, die Ergebnisse spielt die Lösung grafisch aufbereitet aus.

In der Praxis sollen Adobes Intelligent Agents selbst komplexen Anfragen gewachsen sein. Zum Beispiel kann ein Marketingdirektor, der einen umfangreichen Agenturvertrag überprüft, fragen: «Inwiefern unterscheidet sich der Preis von dem, was wir im letzten Jahr bezahlt haben» und erhält sofort die gesuchten Informationen. Möglich macht das die Anbindung an Microsofts Cloud und den Cognitive Services der Redmonder.

Die beiden Unternehmen arbeiten bereits seit einigen Jahren intensiv zusammen und verzahnen stetig mehr Produkte und Lösungen miteinander – etwa Adobe Sign mit Office 365. Wann und in welcher Form die neuen Intelligent Agents in konkreten Produkten wie dem Acrobat Reader einfliessen, wurde von Adobe hingegen nicht erläutert. Ein präsentiertes Demo-Video vermittelt allerdings schon den Eindruck eines recht fortgeschrittenen Produkts.

Effizienter arbeiten mit kognitiven Tool

Mit der Einbindung von kognitiven Diensten in bestehenden Lösungen experimentieren nicht nur Adobe und Microsoft. Schon heute haben sich praxistaugliche Tools wie der Einstein Analytics Explorer in Salesforce oder die smarte Explore-Funktion in Googles G Suite am Markt etabliert.

Tags: Adobe, KI

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